Montag, 11. Februar 2008

Adresse

Tauchfotos folgen, wenn ich auch von den anderen welche zugeschickt bekommen habe.
Und hier ist sonst noch meine neue Adresse:

Sven Brueggemann
96 Symonds Street
Apartment 309
Grafton
Auckland 1010

Tauchkurs

Kommen wir nun zum abschließenden Highlight meiner Australien-Tour. Meinem Tauchkurs auf dem Great Barrier Reef. Das Abenteuer ging schon mal gut los, denn am ersten Tag wurde ich einfach mal vergessen und mein Abholservice kam nicht. Also musste ich mir ein Taxi rufen, dass dann aber von der Tauchschule (Pro Dive Cairns) bezahlt wurde.
Also kam ich dann auch am ersten Tag gleich zu spät…Naja unser erster von am Ende 3 Tauchlehrern hatte dann das Vergnügen am Vormittag eine DVD nach der anderen einzulegen, wir schauten Lehrfilmchen und am Ende gab’s ein paar Fragen zu beantworten. Alles noch nicht allzu schwer. Nach dem medizinischen Test zum Mittagessen ging es dann für den Nachmittag in den Pool. Erstmal 200 Meter schwimmen, was natürlich zu einem Rennen ausartete, das ich souverän für mich entscheiden konnte, dann noch 10 Minuten über Wasser halten und endlich bekamen wir unsere Ausrüstung. Der ganze Nachmittag bestand dann aus zigtausenden Übungen mit dem Equipment, vom An- und Ablegen im Wasser, Unterwasser und an Land über den richtigen Druckausgleich, das richtige Atmen und auch was man denn macht wenn einem die Luft ausgeht (ein ganz tolles Gefühl). Ich hab am ersten Tag glaube ich so ziemlich jede Übung einmal verbockt was unseren 2.Tauchlehrer (ein Deutscher namens Olaf) dann zum Vorwand nahm nur noch auf mir rumzuhacken und zu bezweifeln ob ich eigentlich Englisch verstehe, sehr lustig…
Zum Abschluss des Tages ging ich dann noch zu einem Vortrag über die Tier- und Pflanzenwelt aufm Great Barrier Reef und setzte mich schließlich um halb elf todmüde in einen Bus voller seltsamer Leute, der mich nach knapp einer Stunde Fahrt glücklicherweise sicher nach Hause brachte.
Der zweite Tag war dann genau umgekehrt. Nach weiteren mehr oder weniger erfolgreichen Übungen im Pool am Vormittag ging’s nach reichlichem chinesischen Mittagessen erstmal einkaufen. Natürlich versuchten die Herrschaften fleißig uns teures Equipment zu verkaufen, aber wir armen Backpacker blieben stur und unser aller einziger Einkauf bestand am Ende aus Tabletten gegen Seekrankheit, denn das Wetter war nach wie vor sehr stürmisch und die Tabletten wurden uns wärmstens empfohlen. Nach ein paar weiteren Lektionen und endlosen Tauchzeitenberechnungen mit drei Tabellen gab’s dann am späten Nachmittag die Abschlussprüfung, die ich mit 98% für mich entscheiden konnte und unseren Tauchlehrer dann auch davon überzeugte, dass ich vielleicht doch ein wenig Englisch verstehe.
Am 3. Tag ging es dann endlich auf den Ozean. Um 5.30 sollte ich vom Hotel abgeholt werden, da Olaf allerdings am Vorabend zu tief ins Glas geschaut hatte, vergaß er einfach mal die Abholtermine und kam schließlich erst mit fast zwei Stunden Verspätung an, wirklich nicht schlecht. Auf dem Boot angekommen wurden wir dann von einem 2m Maori Supervisor und unserem bekifften Captain willkommen geheißen und nachdem alle ihre Tabletten eingeschmissen hatten, ging’s raus aufs Riff. Der Seegang war wirklich übel und wenn man sich hinlegte, konnte es schon mal sein dass man auf dem Weg ins Wellental den Boden verließ und dann wieder aufs Deck knallte. Um 11 Uhr ging es dann für uns Anfänger zum ersten Mal im Ozean tauchen. Erneut mussten wir alle möglichen Übungen durchführen nur halt diesmal in 12 Metern Tiefe. Meinen Tauchpartner verlor ich schon beim Runtergehen, denn er hatte zu starke Ohrenschmerzen. Unter Wasser wurden dann Sachen gemacht wie Maske und Tarierweste abnehmen und wieder aufsetzen, Atemgeräte austauschen und die Simulation einer Situation, wenn einem die Luft ausgeht, war auch wieder dabei. In 12 Metern Tiefe aufm Great Barrier Reef wird man da nur doch des Öfteren abgelenkt unter anderem von einem Feuerfisch auf unserem ersten Tauchgang. Das gleiche Spiel mit Übungen und Erkunden der Unterwasserwelt wiederholte sich dann beim zweiten Tauchgang des Tages wo uns unter anderem ein paar Giant Trevallys (knapp 2m lang) über den Weg schwammen. Nach dem 2. Tauchgang war dann der erste Tag für uns vorbei und nach dem sehr guten und reichlichen Abendessen, gab’s noch ein, zwei Bierchen in gemütlicher Runde und dann ging’s ab ins Bett. Glücklicherweise lagen wir nachts geschützt vom Riff in recht ruhigem Wasser. Allzu viel Schlaf gab’s trotzdem nicht, denn um 7 ging’s hoch zum nächsten Tauchgang mit dem Training verschiedener Notsituationen. Für unseren letzten Trainingstauchgang gab’s dann noch mal eine kurze Einführung in die Wunderwelt der Navigation, damit wir uns von nun an auch alleine mit unserem Kompass unter Wasser zurechtfinden würden. Das lief im Training auch noch ganz gut und um 11:10 am 14.Januar 2008 waren wir auf einmal alle offiziell certified divers und wurden nur eine Stunden später zu unserem ersten Tauchgang alleine ins Wasser geschmissen. Und der Divespot hieß auch noch Wild Side, na klasse. Wir schlossen uns zur Sicherheit in einer 5er Gruppe zusammen und ab ging’s. Eigentlich sollten wir nicht tiefer als 14 Meter tauchen, aber da es irgendwie überall sehr tief war und wir nicht viel sehen konnten, waren wir eh wir uns versahen auch schon bei 16 Metern angelangt. Ähnlich schlecht wie die Sicht und die Anzahl an Fischen bei unserem 1. Tauchgang alleine, war leider auch unsere Navigation und als wir fast ohne Luft dann auftauchten, waren wir alle doch ziemlich überrascht wie weit wir uns vom Boot entfernt hatten. Ich wollte ja eigentlich zurückschwimmen aber schlussendlich wurden wir dann doch mit dem Schlauchboot abgeholt und sollten uns an einem Seil am Boot festhalten. Da das Boot allerdings ein wenig zu schnell fuhr verloren wir nacheinander den Halt und klammerten uns schließlich alle am letzten Zentimeter des Seils fest. Die Arme brannten wie Hölle und die Hände waren blutig als wir endlich am Boot ankamen.
Abends kam es dann zu einem der Highlights unsere Tour einem Nachttauchgang. Es war schon etwas gruselig einfach so ins schwarze Wasser zu springen mit nicht weiter als einer funzeligen Taschenlampe aber es war ein Supererlebnis. Hunderte kleine grüne und gelbe Augen starren einen an, ein Hummer von circa einem Meter Größe lauerte in einer Höhle und einen Hai haben wir (ICH) auch noch gefunden, zwar nur ein kleiner aber immerhin.
Erneut war es eine kurze Nacht, denn um 7 ging’s erneut ins Wasser. Und siehe da wir wurden besser. Laurie (meine neue Tauchpartnerin) und ich bekamen es sogar mit Navigation und Orientierung auf die Reihe fanden Nemo (oder einen Verwandten) und verbrachten tolle 40 Minuten unter Wasser. Ein Fisch war sogar so neugierig, dass ich mich vor ihm auf den Boden legen konnte bis er vielleicht noch 5cm von meiner Brille entfernt war. Auch beim nächsten Tauchgang fanden wir wieder exakt zum Boot zurück nachdem wir einen Walds von Staghorn-Korallen durchquert und einen Kugelfisch gefunden hatten. Dieser hatte nur leider nicht genug Angst vor mir um sich aufzuplustern…
Und schließlich wie es besser nicht hätte sein können, hatten wir unser absolutes Highlight auf unserem letzten Tauchgang. Laurie hatte mich gerade auf eine Gruppe großer bunter fressender Fische aufmerksam gemacht, als sie mich erneut anstupste und auf eine Schildkröte zeigte, die direkt auf uns zu schwamm. Ich dachte zunächst die Schildkröte hätte eine Plastiktüte im Maul und schwamm zu ihr um sie davon zu befreien. Als ich dann allerdings bei ihr ankam fiel mir auf dass die Plastiktüte in Wirklichkeit eine Qualle war. Unsere Schildkröte ließ sich dann von uns auch gar nicht groß beim Essen stören und ließ uns auf Zentimeter an sich heran, absolut großartig.
Nach einem letzten Essen ging’s dann zurück nach Cairns. Es war erneut eine sehr ruppige Fahrt und je näher wir der Küste kamen desto schlimmer wurde auch wieder die Luftfeuchtigkeit. Müdigkeit war trotzdem nicht erlaubt und so ging es nur ganz kurz zurück ins Hotel zum Duschen und Umziehen und dann auf die Abschlussparty unseres Tauchtrips, die irgendwann gegen drei Uhr in einem Taxi auf dem Rückweg zum Hotel endete.
Am letzten Tag wurde dann schnell, gepackt noch ein wenig im Pool rumgeschwommen und nach dem Abschied von meinen Reisebegleiterinnen ging’s dann ab zurück nach Auckland. Es war fast ein wenig wie nach Hause kommen. Erlend und Frank holten mich vom Flughafen ab und eröffneten mir auch gleich, dass erneut nix sei mit Schlafen gehen, sondern Kinokarten bereits gebucht wären. Zu sehen gab es Cloverfield. Ein guter Film aber komplett mit Handkamera gedreht und nach drei Tagen auf hoher See und immer noch vorhanden Druckproblemen nach dem Tauchen und dem Fliegen war mein Körper von der wackeligen Kameraführung nicht allzu begeistert…

So das war’s auch schon mit Australien. Ansonsten bin ich seitdem umgezogen, war immer wieder fleißig am Strand, spiele wieder sehr häufig Tennis und Fußball (wobei ich mir fast den Fuß gebrochen habe und 5 Tage an Krücken durch Auckland hüpfen musste) und für den ein oder anderen Drink (wir haben mittlerweile ein gutes Rezept für Mojito) reicht es natürlich auch immer noch…
Also ihr alle ganz liebe Grüße aus Auckland, wo in drei Wochen die Uni wieder losgeht und bis bald irgendwo auf der Welt…

Fotos von Cairns

Und hier der Link mit den dazugehörigen Fotos (Pictures here ;-)

http://picasaweb.google.com/mariachi1985/Cairns02

Cairns

Die Ankunft in Cairns war erstmal ein ziemlicher Schock. In Sydney war es ja schon warm gewesen, aber von der Luftfeuchtigkeit im Nordosten Australiens wurde man förmlich erschlagen. Nur die Wartezeit im Shuttle-Bus war schon fast unerträglich und deswegen ging’s für mich direkt nach der Ankunft in der Apartmentanlage und der obligatorischen Inspektion der Fernsehsender (3 Spielfilm- und 3 Sportsender) ab an und in den Pool. Da das dann aber auf die Dauer nicht spannend genug war, wurde mal wieder die Gegend erkundet. Also ab an den Trinity Beach, wo ich dann gleich auf die Gefahren des Ozeanschwimmens in Australien aufmerksam gemacht wurde, denn alle 100 Meter fand ich eine Flasche Essig um damit mögliche Quallenwunden auszuwaschen. Mit Ausnahme eines mit einem Netz geschützten 100mx100m Schwimmbereich gilt in der Quallensaison dann auch überall Badeverbot und auch die Netze schützen nur zu circa 80%. Nachdem ich solange am Strand entlang gelaufen war bis es nicht mehr weiter ging und die feuchte Luft ihren Tribut forderte (na ja um ehrlich zu sein wurde mir der Weg von hunderten von Krabben versperrt) ging’s wieder zurück Richtung Pool und auch die neuesten Entwicklungen im Cricket-Duell zwischen Indien und Australien mussten ja in Erfahrung gebracht werden.
Nach ein paar Drinks am Abend entschieden wir uns dann auch den nächsten Tag noch mal ganz der Erholung am Pool zu widmen und erst am 2. Tag in Cairns ein Auto zu mieten und Tagestouren durch die Umgebung zu machen.
An der Rezeption unserer Anlage gab es natürlich zigtausende Prospekte für alle möglichen Tagestouren, allerdings alle so zum Preis von circa 100 Dollar. Einige hatten haargenaue Tagesablaufspläne in den Prospekten und so dachte ich mir, wenn man einfach deren Plänen mit nem eigenen Mietauto folgt, bekommt man das bestimmt alles günstiger hin und kann wirklich alles was man sehen möchte so lange sehen wie man will.
Wie nicht anders zu erwarten war das natürlich sehr schlau von mir ;-)
Am ersten Tag mit dem großartigen Hyundai Getz in gelb ging es in den Regenwald von Queensland. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Hafenstadt Port Douglas, wo an diesem Tag Markt war und ich den ersten Snowcone meines Lebens probieren durfte (im Grunde ein Schneeball mit Sirup), ging es weiter zur Mossman Gorge, einer Schlucht im Regenwald inklusive malerischem Fluss und Bademöglichkeiten für Leute, die nicht an Krokodile glauben. Hier gab’s dann auch zum ersten Mal die typischen australischen Straßenschilder die einen davon abhalten sollen so seltene Tiere wie den Helmkasuar oder ähnliches zu überfahren. Jedes Mal, wenn man so ein Schild dann sieht, hofft man auch eins der Tiere zu sehen, aber das klappt irgendwie sehr selten. Nach Mossman Gorge ging es dann in Richtung Daintree Rainforest, dafür musste zunächst der Krokodilverseuchte Daintree River überquert werden (leider auch keine Krokodilattacke während wir dort waren). Was man dafür dann auf den verschiedenen Wanderwegen durch den Regenwald an jeder Ecke fand, waren Spinnen in allen möglichen angsteinflößenden Größen. Aber irgendwie bin ich gar nicht mehr so schlimm, was die Angst vor Spinnen angeht. Für ein gutes Foto musste man die Kamera halt auch mal einen Zentimeter von der Spinne entfernt ruhig halten. Auch wenn wir keine größeren Tiere zu Gesicht bekamen (was vielleicht auch daran lag, dass ich in die Swim Holes aufgrund von Evie’s Krokodil Warnung dann doch gemieden habe), lief uns aufm Rückweg dann noch ein Tier vors Auto und zwar eine Art tasmanisches Wildschwein, wirklich niedlich aber irgendwie nicht repräsentativ für die tödliche australische Tierwelt (wobei wer weiß vielleicht war das Schwein ja giftig oder sonst wie gemeingefährlich ;-)
Am zweiten Tag mit dem Auto ging es dann ins Stadtzentrum von Cairns. Leider war das Wetter an diesem Tag schlecht. Es regnete fast ununterbrochen in verschiedenen Stärkegraden. Aber alles in allem ist Cairns auch nicht umwerfend schön auch wenn die künstlich angelegte Lagune am Hafen ein wunderschönes kostenloses Schwimmbad bietet. Der Hauptgrund für den Besuch war letztlich auch die Tatsache, dass ich mich informieren und meine Tauchtour buchen wollte. Nachdem ich von Shop zu Shop wieder zurück und hin und her gelaufen war, entschied ich mich, wie das ja meistens so ist, für den Laden den ich mir als erstes angeschaut und ausgesucht hatte. Trotz des Wetters wollten wir ja das Auto ausnutzen also ging es nach dem Besuch der Stadt zu den Crystal Cascades Wasserfällen in einem Feuchttropennationalpark. Gerade mit dem Regen war die Atmosphäre auf dem Weg zu den Wasserfällen richtig passend und natürlich konnte man auch dort neue gefährliche Dinge finden. Vicky wurde am Parkplatz von großen grünen Ameisen angegriffen und zusätzlich standen überall Warnschilder herum, die einen vor dem Stinger Tree warnten. Eine recht große Pflanze die Ausschlage und Reaktionen bis zum Herzstillstand auslösen kann. Jaja Australien ist schön. Die Crystal Cascades und der Weg dorthin waren’s auf jeden Fall wert sich erneut der Lebensgefahr auszusetzen.
Den dritten Tag kann man im Nachhinein als den Tag der Bäume und Wasserfälle bezeichnen. Es ging in die Atherton Tablelands, auf den Spuren einer weiteren 115 Dollar-Tour die am Ende für uns nichts weiter als das Mietauto und das Benzin kosten sollte. Das erste Ziel war dabei der Cathedral Fig Tree. Der war auch zunächst gut ausgeschildert, aber als die Straße nicht enden wollte, waren wir schon kurz vorm Umkehren. Schließlich haben wir aber doch durchgehalten und der Baum war wirklich der Hammer (siehe Fotos). Der später am Tag folgende Curtain Fig Tree konnte da noch nicht mal mithalten. Neben einem weiteren Stop am Barrine Lake (inklusive zweier uralter Kauribäume aber leider ohne Schnabeltiere, die angeblich im See leben sollen) ging es dann weiter in die Tablelands und auf die Scenic Waterfalls Route wo wir dann Wasserfall nach Wasserfall besichtigten. Vor allem die Milaa Milaa Falls lohnten sich dabei besonders. Insgesamt war es den ganzen Tag über wieder recht feucht und regnerisch aber erneut muss ich sagen, dass mir das bei den Wasserfällen und in all den subtropischen Wäldern gar nichts ausgemacht hat, irgendwie passte es…
Mein Versuch einen landschaftlich schönen Rückweg zu finden, war dann weniger von Erfolg gekrönt, nicht nur weil Kühe ab und an die Straße versperrten, sondern vor allem weil der Weg etwas länger als erwartet war und so war ich am Ende des Tages hundemüde von dem ganzen Rumgefahre und langsam aber sicher sehnte ich schon meiner Tauchtour entgegen, die in zwei Tagen beginnen sollte.
Am letzten Tag mit dem Auto ging es in die Berge nach Kuranda mit einem großartigen Zwischenstopp an der Barron Gorge inklusive der Barron Gorge Falls, die den abschließenden Höhepunkt der Wasserfalltouren 2008 darstellten. Diese Wasserfälle die in der Trockenzeit meist nur ein kleines Rinnsal sind, waren durch die vielen Regenfälle und Überschwemmungen in der Gegend ein reißendes Spektakel. Circa 200 Meter hoch und wirklich beeindruckend. Auch der kleine Wanderweg dorthin durch den Regenwald war spannend und wenn mich nicht ein Aussie in letzter Sekunde davon abgehalten hätte, hätte ich so eine lustig aussehende gelbe Raupe angefasst und wäre wohl im Krankenhaus gelandet, denn wie kann es auch anders sein, die war giftig. Damit ich wenigstens irgendwas zum Anfassen hatte (hört sich gut an, ich weiß) zeigte mir eben dieser Australier dann einen Walking stick (Stabheuschrecke),der direkt neben der Raupe am Blatt hing und den ich aufgrund seiner Ähnlichkeit mit den Zweigen einfach mal komplett übersehen hatte. In Kuranda angekommen erkundeten wir dann die nicht enden wollenden Einkaufsläden voller Toptouriprodukte wie Boomerangs und allem was man aus Kängurus, Koalas oder Krokodilen so machen kann, nicht wirklich schön. Nach dem Shoppen ging’s dann wieder in die Natur zum Granite Gorge Nationalpark. Das ist grundsätzlich ein großes Stück Land im Privatbesitz und die Besitzer haben einige sehr schöne Wanderwege angelegt. Das Allerbeste aber sind die Rock Wallabies, die einem da des Öfteren über den Weg laufen. Wir hatten da richtig viel Glück und konnten uns vor lauter Andrang der niedlichen kleinen Wallabies gar nicht retten. Futter hatten wir auch bekommen und Kameras fanden sie auch ganz besonders interessant (siehe Fotos). Der Wanderweg war dann leider eigentlich wegen des Hochwassers in den Flüssen nicht begehbar, da ich aber irgendwie ein wenig zuviel Energie hatte, schnappte ich mir meine Badehose, überquerte den ersten reißenden Fluss, und rannte schließlich den ganzen Wanderweg bis zum Schwimmloch und zurück. Da es die ganze Zeit über große Felsen ging, hat das wirklich Riesenspaß gemacht und auf dem Weg zum abschließenden Sprung ins kühle Nass, traf ich noch einige weitere Wallabies und auch ein paar Schildkröten und Eidechsen (Da ich ja schwimmen musste, hatte ich nur leider meine Kamera nicht dabei). Glücklicherweise habe ich auch das Schwimmen in den hübschen braunen Brühe bisher ohne Krankheit überstanden. Am Abend nach dieser Tour gab’s dann mal wieder ein paar Drinks und anschließend machten wir uns mit einer Gruppe Engländer und nem Taxi auf den Weg nach Cairns. Irgendwie müssen wir in dieser Nacht recht laut gewesen sein, denn am nächsten Morgen rief mich der Apartment-Manager an und drohte damit und rauszuschmeißen, wenn so etwas noch mal passiert.
Wie ihr euch denken könnt, war dieser Tag dann wieder ein Poolerholungstag und außerdem die ideale Gelegenheit zur mentalen Vorbereitung aufs Tauchen ;-)
Doch darüber mehr im nächsten Teil…

Mittwoch, 6. Februar 2008

Fotos von Sydney

findet ihr hier:

http://picasaweb.google.com/mariachi1985/Sydney

For people who might be over-challenged by six words in German:
This is the link for the Sydney pictures:

http://picasaweb.google.com/mariachi1985/Sydney

Australien Teil 1 - Sydney

Nun bin ich schon seit über einer Woche wieder zurück in Auckland und setze mich endlich mal daran meine 20 Tage Urlaub in Australien zusammenzufassen. Nachdem ich meine letzte Nacht in der Unilodge in Auckland ohne Decke, Kissen oder ähnliches verbringen musste (der Kram war schon längst bei Freunden untergebracht) ging’s in aller Frühe gegen 3 Uhr zum Flughafen und von dort dann direkt nach Sydney.
Dort angekommen ging meine einmalige Gepäcksglückssträhne los. Mein Koffer war Nummer 5 auf dem Rollband. Eine Zahl die bei meinen zwei noch folgenden Flügen noch zweimal unterboten werden sollte. Nun musste ich dann ja am Flughafen von Sydney auf Jessica und Vicky warten und das stellte sich an einem völlig überfüllten Flughafen als recht lustige Aufgabe heraus. Zum Glück dauerte es nur etwas länger als eine Stunde und dann konnte es auch schon in Richtung Hotel gehen. Der Taxifahrer gab aufm Weg wie immer eine Einführung in wie viele deutsche Autos doch im Lande rumfahren und brauchte zum Ende dann meine Hilfe beim Straßenkarte lesen, großes Kino. Im Hotel angekommen mussten wir dann erstmal noch ein paar Stündchen darauf warten bis das Zimmer fertig wäre und so ging es zu einem ersten Spaziergang durchs Rotlichtviertel Kings Cross und runter zum Navy-Hafen. Nach einem wirklich großartigen Caesars Salad in dem Bistro neben unserem Hotel konnten wir dann endlich aufs Zimmer und daraufhin wurde bereits der erste Tag recht alkoholisch, mal ne andere Methode gegen Jetlag. Frisch gestärkt ging’s dann gleich weiter mit der Stadterkundung denn die Harbour Bridge und das Opernhaus hatten wir noch nicht gesehen und davon kann man ja nie genug kriegen. Also in der doch ziemlichen Hitze (auch im Vergleich mit Aucklandtemperaturen) ging’s dann für ein paar Stündchen durch die Stadt und abends dann auch gleich wieder zurück ins Rotlichtviertel. Aufgrund verschiedener Partyfouls wie Flip-Flops, kein Pass oder kurze Hose endete der Abend dann in einer recht billigen Sports-Bar und nachdem mir ein betrunkener schwuler australischer Marineoffizier dann irgendwann doch zu sehr auf die Nerven ging, war der erste Tag in Australien auch vorbei.
Am zweiten Tag ging’s dann mit der Erkundung Sydneys weiter (ähnliche Sätze werden wohl noch häufiger folgen, denn das Erkunden von Sydney war eigentlich meine Hauptbeschäftigung, war halt doch alles ein wenig größer als in Auckland). Überhaupt kann man sagen dass Sydney eine große Variante von Auckland ist. Viele Ähnlichkeiten wie Hafen, Strände, Brücken und Parks aber in Sydney ist alles größer und wohl aufgrund des Geldes durch den noch stärkeren Tourismus auch alles etwas schöner. Im Endeffekt gefällt mir mein kleines Auckland aber irgendwie doch besser…
Auf jeden Fall ging’s am zweiten Tag mit der U-Bahn in die City. In der ersten großen Shopping Mall wurde mir die Bedeutung des Boxing Day Sales hier in Aussie und Neuseeland das erste Mal bewusst, denn es war wirklich alles runtergesetzt. Ich konnte mich im Gegensatz zu meiner weiblichen Begleitung zum Glück zusammenreißen und habe ganz Australien ohne Klamottenkäufe überstanden. Danach ging's weiter zum Darling Harbour, dem schöneren Teil des Sydney Hafens, wo sich Restaurants, Bars und Tourifallen ohne Ende befinden. Die Sydneyerkundung ging dann auch am nächsten Tag in der Altstadt weiter. Altstadt heißt dabei zwar natürlich nur so 200 Jahre alt und als Europäer muss man da doch ein wenig lachen, aber hübsch isses trotzdem. Am Tag als wir dort waren, war dann auch noch Markt, wo man interessante Sachen wie zum Beispiel Känguruhoden erwerben konnte. Nachdem wir uns dann im Touristen-Info-Zentrum über die verschiedenen Möglichkeiten das Silvesterfeuerwerk zu bestaunen informiert hatten, ging’s zur Harbour Bridge nach Chinatown (da überall hier so viele Asiaten rumlaufen sieht Chinatown nicht wirklich anders aus als andere Bezirke) und anschließend zum Essen wieder zum Darling Harbour. Schließlich machten wir noch eine Hafenrundfahrt inklusive zigtausend Fotos vom Opernhaus und von der Harbour Bridge. Letztlich merkten wir drei Tage später dass die Hafenrundfahrt eine ziemliche Schwachsinnsidee war, da man bei jeder Fährfahrt zu den Stränden Sydneys eigentlich genau dasselbe zu einem günstigeren Preis sieht. Zurück im Hotel ging es an die Planung für den Silvesterabend und wir entschieden uns schließlich dazu nicht 12 Stunden in irgendeinem Park in der prallen Sonne auf 20 Minuten Feuerwerk zu warten, sondern buchten stattdessen die Party auf dem Dach unseres Hotels.
Am letzten Tag des letzten Jahres hatten wir uns dann einiges vorgenommen. Recht früh ging es zum Darling Harbour wo wir zuerst 3 Stunden in der Wildlife World, einem Zoo mit allen australischen Tierarten und Lebensräumen, und anschließend noch 2 Stunden im Aquarium verbrachten. Da wurde mir erneut klar, dass einen in Australien so gut wie alles töten kann und töten will, wirklich eine sehr freundliche Tierwelt. Wettgemacht wird das ganze dann wiederum von einigen der niedlichsten Tiere der Welt. Ganz besonders hervorzuheben wäre hier mein Freund, der Wombat, natürlich die lieben Koalas, die ähnlich faul sind wie Wombats und das Schnabeltier. Ich hatte mir die Schnabeltiere immer etwas größer vorgestellt aber dieses kleine 30cm-Ding war trotzdem richtig süß. Danach kamen dann auch noch ein paar Pinguine, die in einem Gehege mit Wellenmaschine leben und anschließend Haie über Haie mit einigen Rochen und ähnlichem tödlichen Meeresgetier von dem ich später (was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste) noch einiges mehr sehen sollte.
Nach diesem anstrengenden Tagesprogramm ging es nach ein wenig Erholung und ein paar vorbereitenden Getränken abends um 20Uhr aufs Dach unseres Hotels zur Silvesterparty. Das Essen was dort serviert wurde, war wirklich klasse nur leider kamen die Kellner viel zu selten und man musste jedes Mal kämpfen um was zu ergattern. Na ja immerhin hab ich in 2007 dann das erste Mal in meinem Leben Austern gegessen. So wurde dann die Wartezeit bis Mitternacht verbracht (ein erstes Feuerwerk gab es auch schon um 21:30) und das Feuerwerk war letzten Endes wirklich gigantisch zumal wir von unserem Hotel aus mehrere Feuerwerke entlang des Wassers sehen konnten und nicht nur das eine große an der Harbour Bridge. Kurz nach Mitternacht bin ich dann allerdings auch todmüde ins Bett gefallen und somit war das Silvestererlebnis Sydney vorbei.
Der 1.Januar war natürlich wie sich das gehört eher ein Erholungstag, den ich dann mit einem längeren Spaziergang durch Ecken von Sydney, in denen ich vorher noch nicht war, verbracht habe. Gemütlich mit einer Zeitung habe ich mich dann in den Park gelegt, mir den Botanischen Garten angeschaut (und bei dieser Gelegenheit gemerkt, dass sie Bäume dort von Tausenden Flughunden bewohnt werden, die in Sydney sogar gegenüber den Vögeln in der Überzahl sind) und mich letzten Endes an einer großen Kathedrale wieder gefunden, deren Name ich schon wieder vergessen habe.
So was am 2.Januar passiert ist, könnt ihr ja jetzt alle mal raten: Richtig, Stadterkundung. Nachdem wir zunächst einmal über die Harbour Bridge gelaufen sind (inklusive weiterer Fotos vom Opernhaus und der Harbour Bridge, ich hab da so 100 Stück circa), verbrachte ich ziemlich lange im Observatorium von Sydney, wo mir erneut auffiel, dass ich keine Ahnung vom Südhemisphärensternenhimmel habe und mir da bald mal ein Buch kaufen muss. Außerdem lief dort ein Film über verschiedene Aboriginee-Geschichten zur Entstehung der Sterne. Ich muss sagen das Observatorium ist wirklich eine der besten Sachen die man in Sydney gratis machen kann. Knapp gefolgt vom Outback Centre, wo ich mir danach eine 45 minütige Didgeridoo und Dia und Kulturshow eines Aboriginees anschaute und auch diese war umsonst. Ein besonderes Highlight im Großstadtdschungel von Sydney ist der Chinese Garden of Friendship. Eine (so jetzt wird’s kitschig) Oase der Ruhe inmitten der hektischen Stadt. Im ganzen Garten roch es nach Lotusblüten, überall kann man sich in Ruhe hinsetzen und die wirklich traumhafte Parkanlage genießen. Außerdem konnte man für ein wenig Geld altasiatische Kostüme ausleihen und dann verkleidet durch den Park laufen und Fotos machen. Ich hab mich da zwar zurückgehalten aber da so viele verkleidete Leute rumliefen, war die Atmosphäre wirklich als wäre man in China (nicht dass ich beurteilen kann, wie es dort ist, das Land fehlt noch auf meiner Liste). Ansonsten vertiefte ich an diesem Tag noch meine Cricketkenntnisse und schaute mir das Match zwischen Indien und Australien in einer Bar an. Dieses Match und alles was drumherum passierte war während meines ganzen Australienaufenthaltes immer Nummer 1 Thema in allen Medien, trotz Überschwemmungen, Zyklonen und Ausnahmezustand (entweder wegen Hitze oder Überschwemmung) in weiten Teilen des Landes. Abends war Evie (eine Freundin aus Washington Zeiten, die in Sydney lebt) dann endlich wieder in der Stadt und wir trafen uns an der Opera Bar und hatten einen klasse Abend nicht zuletzt, weil Evie der Meinung war, dass wir damals in Washington abgemacht hätten, dass immer der Gastgeber alles bezahlt und ich dann erst in Hamburg dran wäre ;-)
An meinem letzten Tag in Sydney ging es dann morgens mit der Fähre zum Manly Beach. Leider waren während unseres ganzen Aufenthalts in Sydney alle Strände für Schwimmer wegen zu hoher Wellen gesperrt, aber der Tag in Manly war letztlich trotzdem sehr lustig, da man die lebensmüden Surfer draußen beobachten konnte und den Rettungshubschrauber der alle 30 Minuten mal wieder raus musste. Nach einem langen Tag am Strand ging ich dann abends noch ein Feierabend-/Abschiedsbierchen mit Evie trinken und machte noch einen letzten abendlichen Stadterkundungsspaziergang durch Sydney, bei dem ich schon wieder Teile dieser Riesenstadt entdeckte, die ich vorher noch nicht gesehen hatte (und dabei war das alles in der Innenstadt).
So das ist dann das Ende des ersten Teils meines Australienberichtes, denn am 4.Januar ging es dann mit dem Flugzeug nach Cairns. Letztlich glücklicherweise mit dem Flugzeug, denn weite Teile des Landes über die ich hinwegflog waren überschwemmt und sahen nicht allzu einladend aus.
Bereits auf dem Flug kam ich dann auf die Idee meine Zeit in Cairns mit einem Tauchlehrgang zu verschönern, aber mehr darüber dann im zweiten Teil des Berichts.

Freitag, 30. November 2007

Adresse

Bevor ich die Fotos hochlade ist mir noch eingefallen. Falls jemand vorhat mir Weihnachtspräsente zukommen zu lassen, hier ist meine Übergangsadresse bis zum 28.Dezember:

Sven Brueggemann
Unilodge
138 Anzac Avenue
Room 1202 D
Auckland

Mittwoch, 28. November 2007

Bula auf Fiji

Hier also nun der Reisebericht von den Fiji-Inseln. Nachdem wir uns von allen verabschiedet hatten, ging’s mit dem Bus zum Flughafen und dort stand dann gleich das erste Hindernis vor uns. Da Krista und ich es irgendwie geschafft hatten wirklich alle Sachen von Megan in ihre zwei Taschen zu stopfen, hatte die größere von beiden ein Gewicht von 30 Kilogramm, was damit mal so eben 10 Kilo Übergewicht bedeutet. Da die Tasche dafür nicht wirklich ausgerüstet war, sind auf dem Weg zum Flughafen beim Versuch das Ding zu tragen auch schon beide Haltegriffe abgerissen. Und glücklicherweise wollten die netten Herren am Flughafen auch keine Gebühr für das viele Übergepäck haben und wir durften an Bord. Dort gab’s dann auf dem 3 Stunden Film Hairspray zu sehen (nicht wirklich zu empfehlen auch wenn John Travolta als Ehefrau von Christopher Walken ziemlich lustig ist). Da Megan und ich beide einen Abschiedsbrief von Krista bekommen hatten, den wir dann auf dem Flug lesen durften, war die Stimmung aber nach wie vor eher melancholisch. Das änderte sich dann aber mit der Ankunft auf Fiji wo man natürlich sofort von musizierenden Fijians begrüßt wird und da auch unser Abholservice vom Flughafen einwandfrei klappte, konnte der Urlaub also losgehen.
Den ersten Abend auf Fiji verbrachten wir dann in den Hängematten am Strand und da wir am nächsten Morgen schon um 7 Uhr abgeholt wurden, ging’s früh ins Bett.
Am zweiten Tag startete dann unser Inselabenteuer. Nachdem uns der Bus zum Hafen gebracht hatte, gingen wir an Bord des Yasawa Flyer (ein Katamaran) der uns dann doch recht schnell an allen möglichen Inseln und Resorts vorbei- hin zu unserem ersten Ziel der Insel Tavewa mit dem Resort Coral View brachte. Tavewa ist eine der nördlichsten Inseln der Yasawas und in den nächsten 7 Tagen ging es dann langsam von Insel zu Insel zurück nach Nadi aufs "Festland" der Hauptinsel.
Wie eigentlich jeder der kleinen Inseln sah auch Tavewa und das Coral View Resort aus wie im Paradies und so machten wir uns gleich auf den Weg die Insel zu erkunden. Einmal ganz um die Insel rum haben wir es leider nicht geschafft aber, schön war’s trotzdem. Nur wurde der Rückweg aufgrund der Flut und des verschwindenden Strandes etwas schwerer. Danach verbrachten wir den Nachmittag mit Footballspielen und wollten anschließend eigentlich den Walk zum Gipfel zwecks Sonnenuntergang machen aber da es ziemlich schnell dunkeln wurde, verzichteten wir da am ersten Abend mal drauf. Nach einem leckeren Abendessen (insgesamt war das Essen eigentlich immer und überall sehr gut) inklusive Begrüßungszeremonie und Tanz ;-) waren wir doch ziemlich geschafft vom ersten Tag und schafften es glaube ich nur aufgrund der unzählbaren Moskitos die uns in der Hängematte belästigten von dort in das wunderbare 10 Mann Zimmer mit Doppelbetten und löchrigen Moskitonetzen.
Der erste komplette Tag auf den Inseln begann dann mit ziemlich schlechtem Wetter inklusive Regen. Da das Wasser aber trotzdem an den meisten Stellen Badewannentemperatur hatte liehen wir uns einfach eine Schnorchelausrüstung und machten uns erneut auf den Weg rund um die Insel, diesmal allerdings hauptsächlich im Wasser. Das Schnorcheln in den Gegen dort war wirklich klasse, auch wenn Teile des Korallenriffs doch schon recht abgestorben aussehen was aber bei den zig Booten die die verschiedenen Resorts benutzen wohl auch kein Wunder ist. Großartigerweise hatten wir uns an diesem Schlechtwettertag beide nicht eingecremt und als dann auf dem Rückweg die Sonne rauskam, verschafften wir uns somit beiden richtig schöne Sonnenbrände. Ich glaub ich hab mich von dem immer noch nicht zu 100 Prozent erholt.
Abends wollten wir dann erneut die Tour auf den Sonnenuntergangsaussichtspunkt angehen, als uns aber nach 5 Minuten auffiel, dass das mit Flip Flops nicht die beste Idee wäre und eine circa 6 cm dicke Spinne auf Megans Knie landete, entschlossen wir uns dann doch umzukehren. Der Rückweg wurde uns dann von einer recht eigenwilligen und unfreundlichen Kuh versperrt, aber auch das Hindernis konnten wir meistern. Außerdem waren an diesem Tag ne Menge neuer lustiger Leute angekommen mit denen wir dann den Abend verbrachten und die wir auch später auf anderen Inseln noch das ein oder andere Mal wieder treffen sollten.
Am Montag sollte es dann weitergehen zu unserer zweiten Station, dem Cruise Ship Wannataki das um die Insel Naviti herumfährt. Bevor wir jedoch erneut vom Katamaran abgeholt wurden, hatten wir noch eine Cavetour gebucht. Also wurden wir von Joe’s Water Taxi abgeholt und führen circa eine halbe Stunde quer durch all die klitzekleinen Inselgruppen. Auf einigen die vielleicht maximal 100 Meter im Durchmesser hatten standen sogar kleine Hütten. Das Wasser war traumhaft klar und hatte überall verschiedene traumhafte Farben. An unserem Ziel angekommen waren wir dann ziemlich froh, dass das Wasser in den Höhlen eine Mischung aus Salz- und Süßwasser enthielt und somit deutlich kühler war als das normale Meerwasser. Eine echte Wohltat für unsere verbrannten Rücken. Die Tourguides demonstrierten dann erstmal ihre Kliffspringerqualitäten und kletterten in den Höhlen 15 Meter hoch und sprangen. Schließlich ging’s dann weiter und um tiefer in die Höhle vorzudringen mussten wir circa 15 Meter im absoluten Dunkel tauchen, nur geleitet durch eine Taschenlampe des Guides der vorgeschwommen war. In der nächsten Höhle angelangt war es so dermaßen dunkel, dass man sich dauernd in die Quere kam und sich unter Wasser Tritte verpasste. Ich weiß bis heute nicht ob ich mich in dem Raum eigentlich mit Megan oder einer wildfremden Person unterhalten habe. So schwammen wir dann immer tiefer in die Höhle rein und durften uns natürlich all die schönen Gruselgeschichten über Aale, Adler und Schlangen anhören. Was allerdings wirklich interessant ist, das es sich bei den Höhlen um eine heilige Stätte für viele Fijians handelt, da es eine der ältesten Kannibalenhöhlen ist. Diese Tatsache führt auch dazu dass sich nur sehr wenige Eingeborene dort hintrauen. Unsere Guides meinten mehr als 2000 Einwohner Fijis hätten sich dort noch nicht hingetraut. Tja wir blöden Tourist tuns natürlich trotzdem.
Nach der Cavetour und unserem letzten Lunch in Coral View ging’s dann mit dem Katamaran zum Cruise Ship. Leider hatte der Katamaran zunächst Verspätung und wir schipperten circa ne halbe Stunde mit nem kleinen Motorboot vor der Insel Tavewa in der knallenden Sonne rum und sind vor Hitze fast vergangen. Auf dem Schiff Wannataki angekommen waren wir umso begeisterter von den vollklimatisierten Räumlichkeiten. Daraufhin genossen wir erstmal das schattige Oberdeck und hielten uns weiter aus der Sonne raus um unseren Sonnenbrand nicht noch zu verschärfen. Abends gabs dann erneut leckeres Essen und nachdem wir die viel zu starken Cocktails probiert hatten, bin ich dann beim Versuch Collateral auf DVD zu schauen eingeschlafen (ja das Schiff hatte sogar nen DVD-Player, auch wenn der bei stärkerem Seegang so einige Aussetzer hatte). Ausgeschlafen nahmen wir uns am nächsten Morgen nach dem Frühstück dann eines der Kajaks und machten uns auf den Weg die umliegenden Inseln zu erkunden. Eigentlich waren wir nach unseren letzten Misserfolgen im Doppelkajak (auf der Südinsel im Abel Tasman National Park) ja fast davon ausgegangen, dass uns die Besatzung des Schiffs irgendwann würde retten müssen, aber überraschenderweise schafften wirs diesmal halbwegs auf Kurs zu bleiben und sogar vorwärts zu kommen. Zuerst steuerten wir einen kleinen einsamen Strand an, wo sich tausende von Krabben und Einsiedlerkrebsen rumtrieben, wirklich sehr amüsant wenn man Angst hat alle paar Meter auf so ein Viech zu treten. Danach paddelten wir dann weiter zum Manta Ray Resort, wobei der weg dorthin recht beschwerlich war. Aufgrund der vielen kleinen Inseln hat man an einigen Ecken recht interessante Strömungen und so fanden wir uns auf einmal in einem Strudel wieder und aus allen Richtungen kamen Wellen auf uns zu. Um da rauszukommen mussten wir uns dann wirklich für 10 Minuten ziemlich in die Riemen legen, aber es hat geklappt und belohnt wurden wir mit extrem gemütlichen Hängematten im Manta Ray Resort. Zurück auf der Wannataki gab es dann Mittagessen, ich bin noch ein wenig Schwimmen gegangen (eigentlich nur weil ich mal vom Bootdach runterspringen wollte) und nach einem Abschiedssong der Schiffsbesatzung ging es dann weiter zu unserer nächsten (der schönsten) Insel Waya Lailai.
Das Resort Waya Lailai Ecohaven ist zu 100 Prozent im Besitz der Einwohner der Insel, die auf der anderen Seite der Insel in einem neuen Dorf leben. Grundsätzlich sind alle Fijians extrem nett und freundliche, aber trotzdem hatte ich sehr häufig das Gefühl, dass die einfach freundliche sein müssen, denn schließlich gibt’s auf Fiji nicht viel außer Tourismus und nem gelegentlichen Militärputsch. In Waya Lailai hatte man das Gefühl aber nicht, denn die Leute dort leben selbst auf der Insel, sind also nicht von ihren Familien getrennt und profitieren zu 100Prozent von ihrem Resort. Die Frauen verkaufen täglich ihre kleinen Kunstwerke und ihren Schmuck auf dem Hauptplatz des Resorts, bieten Weaving-lessons ans wo die blöden Touristen dann auch lernen können, wie man aus Blättern schöne Armreifen macht (ich hab mir natürlich auch einen gebastelt ;-) Die Räume dort sind sehr ursprünglich eingerichtet und Megan und ich bekamen zum ersten Mal ein Doppelzimmer anstatt von zwei Betten im großen Dorm Room. Der erste Abend in Waya Lailai war dann sehr lustig, da wir die Gruppe Amerikaner von unserem ersten Inselaufenthalt im Coral View Resort wiedertrafen. Also wurden mal wieder lustige Trinkspielchen gespielt mit Amerikanern, Kanadiern, einem weiteren Deutschen, Däninnen und Holländerinnen. Ein insgesamt sehr spaßiger Abend der mit einer langen Fotosession am Strand endete. Aber selbst wenn man recht spät ins Bett geht, in Fiji kann man schwer länger als bis 7 Uhr schlafen. Erstens wird es sehr früh hell und zweitens auch sehr schnell sehr warm. Also ging’s mit leichtem Kater hoch und sobald der Wind etwas abgeflaut hatte, ging’s los zur Riff-Schnorchel-Tour auf dem offenen Meer. Im Nachhinein war das eine der genialsten Sachen, denn die ganze Schnorchel Tour bestand hauptsächlich aus dem Schwimmen mit Riffhaien. Die Jungs waren circa 1,60 lang und nachdem wir anfänglich meist ängstlich ausgewichen sind, haben wir uns schließlich doch überwunden und sind wieder und wieder runtergetaucht um die Haie zu streicheln, ein einmaliges Erlebnis. Seitdem ist normales Schnorcheln irgendwie etwas langweilig. Ich will jetzt immer Haie sehen ;-) Zurück vom Schwimmen mit Haien ging es erneut auf Inselerkundung, da aber auf dieser Insel ohne ernsthaftes Wandern nicht viel zu erkunden war, machte ich’s mir am Strand gemütlich und später am Nachmittag setzte ich mich dann zu den Frauen auf dem Platz und brauchte auch nur circa 20 Minuten für mein eigenes Flachs-Armband ;-)
Der Mittwoch-Abend in Waya Lailai stand dann unter dem Motto Fijian Night und ich muss sagen wir hatten ne Menge Glück ausgerechnet an diesem Abend dort zu sein, denn bis dahin hatten wir immer noch keinen Kava getrunken. Kava ist das offizielle Zeremonien-Getränk auf Fiji. Das heißt immer wenn jemand zu Besuch kommt oder bei offiziellen Anlässen wird Kava getrunken. Kava enthält zwar keinen Alkohol und besteht nur aus Wurzeln und Pflanzen und schmeckt ziemlich erdig, hat aber ne sehr beruhigende Wirkung. Und außerdem führt es dazu, dass die Zunge ein wenig taub wird, ein sehr lustiges Gefühl. Also gab es zunächst ein wenig Kava, dann ein traditionelles im unterirdischen Ofen gekochtes Essen, das wir nur mit den Händen essen durften und danach noch Tanz und Gesang. Anschließend saß das ganze Dorf im Speisesaal versammelt und genoss den Abend. Zunächst traute sich nur ein einzelner der Touristen sich dazuzusetzen aber am Ende waren wir zu acht mit dabei und haben jede Menge Kava getrunken, bis sie uns am Ende dann aus den richtig großen Kokosnussschalen trinken ließen (zur Info: man muss beim Kavatrinken immer alles mit einem Schluck austrinken ;-)
Wie oben beschrieben beruhigt Kava ungemein und so fielen wir am Ende ziemlich todmüde ins Bett und schliefen auch erstmals bis halb acht.
Unseren letzten Tag auf Waya Lailai begannen wir dann mit der Wanderung zum höchsten Gipfel der Insel. Da Megans Schuhe bei einem der Transporte vom Resort zum Katamaran von meinem Rucksack abgefallen waren, traten wir die Wanderung in Flip Flops an, genauso wie die beiden Däninnen die mit uns unterwegs war. Nur der Engländer, der ja leider nicht bei der EM mit dabei ist, hatte natürlich Schuhe an, diese Weicheier von der Insel ;-)
Diese Wanderung war wirklich recht hart, zumal es immer wärmer wurde, der Kava noch in den Adern floss und wir wie gesagt nur Flip-Flops anhatten. Naja unser Guide hat’s barfuss gemacht. Außerdem hat er uns an jeder zweiten Ecke Mangos gepflückt, weil er meinte dass wäre gut für den Kava-Kater. Die Wanderung war letztlich aber sehr interessant und der Ausblick auf dem Gipfel unbezahlbar. Den Rest des Tages bis wir erneut vom Katamaran abgeholt wurden, verbrachten wir dann mit Relaxen, Shoppen bei den Frauen des Dorfes (na ja ich stand mehr daneben während Megan eingekauft hat) und dann wurde leider auch erneut das Wetter schlecht und wir mussten im unüberdachten Boot zum Katamaran übersetzen und wurden pitschepatschenass.
So ging es dann zu unserer letzten Station, der klitzekleinen South Sea Island. Dort angekommen goss es immer noch in Strömen also sprang ich einfach mal ins Meer und machte mich an den Versuch die ganze Insel schwimmend zu umrunden. Während dieses Versuchs wurde dann auch das Wetter besser, die Umrundung geschafft habe ich aber leider trotzdem nicht. Die Korallen rund um die Insel machten das Schwimmen irgendwann unmöglich, da das Wasser immer flacher wurde und als ich zum vierten Mal gegen Korallen getreten hatte, bin ich dann lieber raus ausm Wasser und habe Megan beim Muschel suchen unterstützt. Das Abendessen verpassten wir dann irgendwie, also sind wir einfach in die Küche gegangen um den Koch anzubetteln und bekamen als Belohnung schließlich sogar besseres Essen als die anderen vor uns ;-)
Am Freitag versuchten wir dann vormittags unsere Bräune zu verbessern, fotografierten so ziemlich die ganze Insel und wurden schließlich von einem anderen Katamaran zu unserer letzten Tour abgeholt. Es ging in die Mamanuca-Inselgruppe auf das Segelschiff Sea Spray mit dem wir eine Tagestour gebucht hatten. An Bord war all inclusive angesagt, aber mit dem Freibier hab ich mich klugerweise trotzdem zurückgehalten. Erstes Ziel der Segeltour war erneut ein fijianisches Dorf wo wir mit Kava empfangen wurden und danach über den Markt geführt wurden. Da wir ja aber schon genug in Waya Laila eingekauft hatten, ließen wir diesmal kein Geld in der Wirtschaft von Fiji. Nach einem großartigen Mittagessen ging’s weiter zu der Insel auf der Tom Hanks verschollen war. Wilson war leider unauffindbar also habe ich stattdessen enge Freundschaft zu einer Kokosnuss geschlossen. 2 Stunden Schwimmen, Schnorcheln und Fotos machen später ging’s dann aber auch wieder an Bord und zurück nach Mana und von dort aus endgültig zurück auf die Hauptinsel nach Nadi.
Unser siebentägiges Inselhopping war damit vorbei aber wir hatten ja noch zwei Tage in Nadi vor uns. Zurück im Aquarius Hotel wo wir auch schon unsere erste Nacht auf Fiji verbracht hatten, nutzten wir zunächst mal begeistert das Internet und genossen ein leckeres Dinner.
Für Samstag hatten wir uns die Erkundung Nadi vorgenommen, wobei wir uns das ehrlicherweise auch hätten sparen können. Wenn man wie ich schon von den aufdringlichen Händlern in der Türkei genervt ist, sollte man Nadi wirklich sein lassen. Die Versuchen einen fast mit Gewalt in ihre Läden zu zerren und um ehrlich zu sein, ich hätte mir einige der Sachen ja gerne angeschaut, aber die Leute waren so nervig und anstrengend, dass einem die Lust vergangen ist. Bevor ich wusste wie mir geschah, saß ich einmal schon mit einem der Ladenbesitzer auf dem Fußboden, er wollte mir Kava anbieten und Fotos von seinem Dorf zeigen. Nachdem ich es geschafft hatte aus dem Laden zu fliehen, hat Megan mir erstmal verboten mich noch einmal mehr als zwei Meter von ihr zu entfernen und daraufhin geschah auch nichts Derartiges mehr. Aber selbst in den großen Läden gibt es genug Verkäufer um jedem Kunden auf Schritt und Tritt zu folgen. Megan fand trotzdem ein paar Souvenirs, ich entschloss mich dazu lieber erst in Ruhe auf dem Flughafen etwas zu kaufen. Am Abend nach der Tour dachten wir eigentlich es wäre International Buffet in unserem Hotel. Das war auch der Fall allerdings leider nicht ganz billig, also ging’s stattdessen ins Nachbarhotel zu Pizza und dem Finale der Netball-WM im Fernsehen. Netball ist so was wie Basketball für Frauen in Ländern in denen Frauen anscheinend kein Basketball spielen. Man (Frau) darf nicht dribbeln und es gibt kein Brett hinterm Korb. Grundsätzlich ein sehr sehr seltsamer Sport, und Neuseeland verlor auch dieses Sportereignis wie zuvor schon den Americas Cup und die Rugby WM. Was das Ganze noch schlimmer machte, war dass diese Niederlage auch noch gegen Erzrivale Australien war. Nach dieser Erfahrung schauten wir uns dann in unserem Hotel noch die Feuer-, Schwert- und Tanzshow and bevor wir nach mittlerweile 9 Tagen Fiji ziemlich fertig ins Bett fielen.
Megans’s letzten Tag verbrachten wir dann ganz gemütlich am Pool unseres Hotels, tranken ein letztes Mal Kokosnussmilch (zum ersten Mal schmeckte diese auch) und abends gegen sieben machten wir uns dann auf den Weg zum Flughafen. Der letzte Abend war dann das absolute Chaos. Das Aquarius Hotel hatte nämlich kein Zimmer mehr für mich frei und da mein Rückflug erst am Montag morgen ging, brachte mich der Taxifahrer auf dem Weg zum Flughafen zu einem anderen Hotel und fuhr daraufhin mit Megan weiter zum Flughafen. Nachdem ich eingecheckt hatte, wollte ich mich dann eigentlich zu Fuß auf den Weg zum Flughafen machen, bevor mich der Sicherheitsmann des Hotels darauf aufmerksam machte, dass ich da circa ne Stunde Fußmarsch vor mir hätte. Er empfahl einfach mal die Hand an der Straße rauszuhalten, es würde schon jemand anhalten. Und tatsächlich, nach nur 10 Sekunden hielten ein Bus, ein Taxi und ein Minivan. Nach meinem fragenden Blick empfahl mir der Mann vom Hotel den Minivan und so stieg ich ein, zahlte 50 Cent und war der einzige Weiße in einem Minivan mit 10 Fijians, eine lustige und ein wenig beunruhigende Tour. Am Flughafen angekommen sah ich dass Megans Flug statt um 23 Uhr erst um 3Uhr starten würde und da ihre Fluggesellschaf ein Zimmer für sie arrangiert hatte, fuhren wir gegen 22 Uhr nach weiterem Shopping am Flughafen in ihr Hotel und schliefen dort bis Mitternacht. Danach ging’s zurück zum Flughafen und nach unserem Abschied machte ich mich dann um 2 Uhr auf den Weg zurück zu meinem Hotel. Nach erneut 2 Stunden Schlaf von halb drei bis halb fünf musste ich dann auch wieder aufstehen, da mein Shuttle-Bus zum Flughafen um 5 Uhr fuhr. Als ich an diesem Morgen aufgewacht bin war ich so müde und orientierungslos, dass ich fünf Minuten brauchte um zu realisieren, wo ich eigentlich war.
Der Flug nach Auckland verlief dann recht reibungslos und da ich sowohl am Flughafen in Nadi als auch im Flugzeug geschlafen hatte, war ich auch halbwegs fit.
Als ich dann allerdings in Auckland in meine Übergangswohnung im zwölften Stock der Unilodge kam und mit dem Auspacken anfing, wurde ich dann doch ziemlich traurig. Alle meine Freunde aus den letzten 5 Monaten waren, nun weg, das Internet funktionierte nicht und irgendwie war einfach alles blöd.
Aber dieses Gefühl ist mittlerweile längst verflogen. Die erste Woche zurück in Auckland war großartig, ich habe schon jede Menge neuer Leute kennengelernt, war übers Wochenende Campen in Coromandel und habe am Montag 10 Dollar beim Pokern gewonnen. Ab morgen spiele ich dann auch endlich mal wieder regelmäßig Fußball und übernächsten Sonntag habe ich meinen ersten Arbeitstag für Smile Inflatables ;-) Nein das ist nix unanständiges, die bauen Hüpfburgen und ähnliches aufblasbares Spielzeug FÜR KINDER auf. Jaja lacht ruhig alle, Hauptsache ich verdiene ein wenig Geld und darf bei dem wunderschönen Wetter draußen arbeiten. Also macht’s gut allerseits und bis bald mal wieder!!!

Montag, 26. November 2007

Die letzten Wochen des Semesters

So, lange hab ich nix mehr geschrieben, deswegen werd ich nun mal versuchen zusammenzufassen was sich in den letzten Monaten so zugetragen hat.
Nach unserem langen Südinselabenteuer war natürlich vor allem erstmal das Geld knapp und es ging auch so langsam in den Uniendspurt, welcher für mich aus 4 großen Essays und einer Klausur bestand. Scheint aber alles ganz gut gelaufen zu sein, denn meine Noten, die ich heute bekommen habe sind allesamt ganz gut. Mit Ausnahme von einigen Rugbymatches, vielen Videoabenden und Erkundungstouren der näheren Umgebung Aucklands haben wir uns deswegen im September und Oktober zurückgehalten.
Ein einziger Trip, den wir schon von Anfang an geplant hatten führte uns dann noch ins schöne Lake Taupo, wo wir eigentlich hauptsächlich Fallschirmspringen wollten. Leider machte uns aber zunächst das Wetter einen Strich durch die Rechnung und so kamen noch einige Erkundungstouren durch die Stadt, rund um den See und ein kurzer regnerischer Ausflug in den Tongariro National Park hinzu. Trotz des Regen bin ich da eigentlich nur nass geworden weil ich unbedingt hinter den Wasserfall wollte um zuschauen ob die Szenerie irgendiwe aussieht wie im Herrn der Ringe in Ithilien, als Gollum von Faramir Truppen gefangen genommen wird (nicht Herr der Ringe Fans überlesen diesen Teil einfach bitte ;-)
Letztlich erbarmte sich der Wettergott dann und die erste Gruppe durfte sich aus 12000 Fuss Höhe (circa 4000 Meter) ausm Flugzeug werfen. Die zweite Gruppe flog hoch und kam im Flugzeug wieder runter weil der Wind zu stark wurde. Nach einer Stunde Wartezeit durften die dann allerdings sich ebenfalls ins Verderben stürzen und abschließend kamen auch Ben, Krista und ich in den Genuss unseres ersten Fallschirmsprunges. Wirklich eine geniale nur zu empfehlende Sache. Mein Tandeminstruktor kam lustigerweise auch noch aus Hamburg und die 45 Sekunden freier Fall waren wirklich großartig. Ich wollte in 4000Metern Höhe allerdings so schnell raus ausm Flugzeug dass ich meinen Instruktor einfach mal rausgezerrt habe bevor ein richtiges Absprungfoto gemacht wurde, naja was solls ;-)
Einen schönen Abschluss fand das Wochenende dann mit einer gemütlichen Heimfahrt wo mir von einem neuseelnändischen Polizisten erhöhte Dummheit unterstellt wurde weil ich bei der Suche nach einem Parkplatz einfach mal aufm Highway gewendet habe (Das was die Neuseeländer für nen Highway halten, kommt allerdings für uns mal grad auf Landstraßenniveau, also keine Sorge).
Nach meiner einizgen und letztenr Klausur über die Revolutionen der Weltgeschichte bin ich dann eine Woche später auch noch befreit vom Skytower gesprungen. Das war aber nach dem Fallschirmspringen vom Wochenende davor irgendwie gar nicht mehr sooo spannend. Mit Ausnahme des Typen der vor mir gesprungen ist und bei dem dann ein Teil der Maschine abgefallen ist. Das hat mir glaubich den größeren Adrenalinschub versetzt im Vergleich zu meinem eigenen Sprung. In dieser Woche nach meiner Klausur hab ich dann auch endlich mal wieder ein paar interessantere Sachen gemacht. Am Dienstag war ich mit zwei Kumpels golfen, wobei ich sagen würde dass man nur das was die beiden gemacht haben als Golf bezeichnen kann, ich habe mehr den Platz umgegraben und Bälle gesucht ;-) Am Tag danach war dann große Halloweenparty bei uns im Appartment, und wie sollte es anders sein ich war natürlich Deutschland's Liebling David Hasselhoff, war eine sehr lustige Party nur leider war mein Kater weniger schlimm als der meines Mitbewohners, was dazu geführt hat, dass ich aufräumen musste. Donnertag sind wir dafür dann später noch an den Strand gefahren und haben das langsam immer sommerlicher werdende Wetter genossen. Außerdem gings in der Woche noch in den Zoo und in den großen Park Auckland Domain hier um die Ecke, alles sehr schön und lustig nur leider kam da dann auch der Abschied von allen immer näher. Den letzten gemeinsamen Abend haben wir dann schließlich mit All you can eat im Skytower Restaurant, einigen Getränken und einem 15 Dollar Casino-Gutschein (ich hab beim Blackjack nix gewonnen und nix verloren anstatt bei 40 Dollar im Plus aufzuhören) gefeiert.
Am Tag nach diesem Abend mussten Megan und ich dann unsere Sachen packen, aus dem Railway Campus ausziehen und nach einem tränenreichen Abschied gings für uns danach dann ja immerhin noch nach Fiji, doch davon mehr im nächsten Eintrag...

Dienstag, 18. September 2007

South Island Week 2

Also weiter geht’s. Angekommen in Nelson in einem wunderschönen alten Hostel ging’s erstmal einkaufen denn die nächsten Tage sollten im recht abseits der Zivilisation gelegenen Abel Tasman National Park verbracht werden unter anderem inklusive einer Übernachtung in elektrizitätsfreier Hütte mitten im Wald. Als kluger Mexikaner machte ich mich natürlich zunächst auf die Suche nach einem möglicherweise Wärme spendenden Tequila musste dann aber einsehen dass sonntagnachts doch irgendwie die meisten Liquor Shops geschlossen waren (Tequila spielt später noch eine Rolle, deswegen hier die kurze Erwähnung)
Nach einer sehr sehr kurzen Nacht in Nelson ging’s früh am nächsten Morgen los Richtung Abel Tasman National Park, auch Montag morgens um 7 waren die Liquor Shops leider immer noch geschlossen, aber für den ersten Teil des Tages war auch noch kein Tequila vonnöten, wobei wer weiß vielleicht hätte das Kajakfahren dann ein wenig besser geklappt. Nach einer kurzen Einweisung machten sich 4 Doppelkajaks und ein Einerkajak auf den Weg durch den Pazifischen Ozean. Vorbei an schönen Küstenlandschaften und Stränden und natürlich auch an der nächstbesten Robbenkolonie paddelte ich mir den Arm ab unter anderem weil ich natürlich falsch im Boot positioniert war und außerdem mit meinen Beinen immer wieder die Steuerpedale in ungünstige Positionen drehte. Grundsätzlich soll man sich als guter Kajaker ja nicht selbst Nassspritzen aber ich kam an unserem Mittagspausenziel völlig durchsalzen und durchnässt an und meine liebe Mitfahrerin Megan die die vordere Position innehatte irgendwie auch (wobei das nicht wirklich meine Schuld war). Nach kurzer Stärkung an einem wirklich wunderschönen Strand ging’s dann noch mal circa anderthalb Stunden zurück diesmal mit ein wenig Rückenwind und mit der Erkenntnis innerhalb unseres Doppelkajaks dass wir schneller waren wenn jeder einzeln zwanzig bis 50 Züge macht und der andere in der Zeit pausiert, als wenn wir es gemeinsam versuchten. Nach circa 4 Stunden Sea Kayaking und einer Stunde Pause kamen wir dann ziemlich fertig wieder am Ausgangspunkt an, duschten kurz und ab gings auf unsere Wanderung durch den Nationalpark. Unser Ziel war die Anchorage Hütte die mit einer Entfernung von 4 Stunden angegeben war. Das hätte bedeutet dass wir eine Nachtwanderung vor uns hatte, aber fit wie wir sind schafften wir es in 2 Stunden und 45 Minuten und kamen pünktlich zum Einbruch der Dunkelheit an der wie bereits erwähnt elektrizitätsfreien Hütte an die eigentlich nur aus zwei Steinplatten mit je sechs Matratzen drauf bestand. Der Sternenhimmel in der kleinen Bucht war allerdings dafür der absolute Hammer nur muss ich gestehen dass mich dieser Südhalbkugelsternenhimmel immer noch ein wenig verwirrt. Werde mir da mal ein Buch kaufen müssen um wenigstens irgendwas in diesen Sternenhaufen zu finden.
Nach den Anstrengungen des Tages waren wir natürlich alle ziemlich hundemüde. Dann gab’s also noch ein paar kalte Ravioli und nachdem wir noch ein paar Stunden brauchten um herauszufinden wer oben und wer unten auf den Steinplatten schlafen durfte wurde es eine deutlich gemütlichere Nacht als ich es von dieser Hütte erwartet hätte.
Am nächsten Morgen ging’s dann die selbe Strecke wie am Vorabend wieder zurück, die netten Leute vom Kayakverleih ließen uns erneut ihre Duschen und Handtücher nutzen (ich hab mich sogar für n Viertelstündchen in den Whirlpool gelegt) und danach ging die wilde Fahrt mit unseren asiatischen Karren weiter in den Süden der Südinsel, genauer in Richtung Franz Josef Gletscher mit einem Zwischenstopp an den berühmten Pancake Rocks inklusive Blowholes. Das hört sich jetzt vielleicht etwas seltsam an, aber die Erklärung ist einfach. Die Pancake Rocks sind einfach eine Gesteinsformation die aussieht wie Pfannkuchen und wenn die Flut kommt bildet sich dort ein besonderer Wasserdruck der dazu führt dass die Gischt aus den Löchern in den Felsen (Blowholes) rausgeschossen wird wie bei einem Wal.
Wirklich interessant anzuschauen zumal wir glücklicherweise unsere insgesamt bestimmt 7 Stunden Autofahrt so timen konnten dass wir dort pünktlich zur Flut ankamen (war allerdings deutlich mehr Glück als Verstand).
Schon nach Einbruch der Dunkelheit kamen wir dann am Franz Josef Gletscher an und nach einem kurzen Essen und wie immer dem obligatorischen Film (ich hab hier echt in den letzten Wochen so viele Filme gesehen, unglaublich) gings ins Bett, denn wie sollte es anders sein am nächsten Tag mussten wir früh hoch zu unserer ganztägigen 8 Stunden Gletscher Wanderung ;-)
Die war dann eines der interessantesten Erlebnisse aller Zeiten. Nachdem wir an der Bodenstation mit Schuhen, Mütze, Überhose, Handschuhen, Jacke und Eisspikes für unsere Schuhe ausgestattet wurden ging’s zunächst per Bus und dann zu Fuß an den Fuß des Gletschers. Dort wurden wir von unserem Guide Cliff abgeholt, der uns ziemlich schnell klarmachte dass das alles kein Spaß ist und wenn wir uns nicht an seine Anweisungen hielten würde er uns zur Sau mache oder uns dann halt ein paar Stunden später in Säcken abtransportieren wenn wir irgendwo runtergefallen wären. Das meine nicht ganz ernst gemeinten Fragen über Risiken nicht gut ankamen, erschließt sich dann ja von selbst. Auf jeden Fall waren wir die ersten die einen völlig neuen Pfad auf dem Gletscher ausprobieren durften. Es ist nämlich nicht so dass man da immer dieselbe Route nimmt, nein die Guides bauen quasi den Weg während der Tour. Das heißt die haben ne Riesen-Spitzhacke dabei und hauen immer neue Treppen und Wege in den Gletscher und wir hatten das Glück den neuen Track ausprobieren zu dürfen. Von interessanten Kletterpartien am Seil über wunderschöne Aussichten bis hin zu Schluchten wo ich mit Rucksack nicht durchpasste, war alles dabei und das insgesamt wirklich 6 Stunden lang auf diesem Gletscher, unglaublich schön.
Danach waren wir natürlich mal wieder recht müde und entschlossen uns noch eine Nacht dort zu bleiben, also ging’s ans Souvenirs shoppen, essen gehen, Filme gucken und schlafen, ein typischer Hostelabend auf der neuseeländischen Südinsel. Am Morgen gab’s dann die wunderschöne Überraschung, unser Auto hatte einen platten Reifen. Dank meiner großen Erfahrung im Reifenwechsel (danke Dieter ;-) machten Max und ich uns gleich an den fachmännischen Wechsel, wobei uns das passende Gerät dabei nicht geschadet hätte. Irgendwie klappte es dann aber doch, nur leider hatte ich als Fahrer danach circa 4 Stunden Fahrt mit dem Reserverad vor mir, also immer schön 80 fahren und irgendwie hatte ich in jeder zweiten Kurve das Gefühl dass wir eventuell beim Anbringen des neuen Reifen nicht allzu sorgsam gewesen waren. Eine kurze Essenspause kurz bevor es wieder in Richtung der Berge ging, entpuppte sich dann als großer Fehler, denn wir waren nun ins Gebiet der berüchtigten neuseeländischen Sandflies gelangt. Das sind ziemlich kleine Fliegen die in riesigen Mengen durch die Gegend schwirren und ganz schön zubeißen können. Die nutzten also unsere Pause um sich in unser Auto zu mogeln sodass die nächste halbe Stunde Fahrt eigentlich die Überschrift „Das Sandflymassaker“ tragen könnte. Trotz leichter Verluste auf unserer Seite (einige Stiche bekam jeder ab) konnten wir die Invasion schließlich zurückschlagen und entweder aus dem Auto befördern oder an Ort und Stelle vernichten.
Im Reifenreparaturstädtchen Wanaka angelangt bekamen wir dann für 25 Dollar unseren Reifen geflickt und weiter ging’s nach Queenstown, dem schließlich letzten Ziel unserer Reise. Eigentlich waren von dort aus zwar noch eventuelle weitere Ausflüge unter anderem nach Milford Sound geplant aber irgendwie überwogen Faulheit, Müdigkeit und die Notwendigkeit doch ein wenig was für die Uni zu tun und so blieben wir schließlich von Donnerstag abends bis Sonntag morgen in Queenstown und auch das hat sich wirklich gelohnt. Donnerstagabend habe ich nämlich endlich meinen Tequila gefunden nachdem ich nun eine Woche lang vergeblich gesucht hatte und ich war so froh darüber dass ich gleich am ersten Abend die ganze kleine Flasche (400ml) trinken musste. Vielleicht waren auch Trinkgelage wie dieses einer der Gründe für den fehlenden Enthusiasmus bezüglich weiterer Touren. Am Freitag erkundeten wir dann alle leicht übermüdet und verkatert das schöne Städtchen Queenstown, taten endlich mal was für die Uni und am Abend gingst dann nach einigen Trinkspielchen erneut auf die Piste. Samstag gab’s dann noch eine kleine weitere Wanderung auf den Queenstown Hill, die sich aber erstmals nicht ganz so lohnte (und das trotz einiger wunderschöner Herr der Ringe Ausblicke von der Spitze des Berges) und am Abend wurde in einer Bar das erste WM-Spiel der All Blacks (Neuseelands Rugby Team) gegen Italien geschaut. Leider hatten die meisten ihren Ausweis vergessen und so waren nur Matt, Chris und ich in die Bar gelangt aber nachdem Neuseeland nach 15 Minuten bereits mit 38:0 führte und die zweite Halbzeit mit einigen Verletzungsunterbrechungen begann schliefen Chris und ich in der Bar sowieso ein und wir machten uns auf den Rückweg. Am Ende gewann Neuseeland mit irgendwas über 70 zu irgendwas über 10 (verglichen mit dem 108 : 13 gegen Portugal vom letzten Samstag eigentlich noch ganz ok für den Gegner).
So und das wars dann auch schon mit der wunderschönen South Island. Am Sonntag flogen wir zurück und in Auckland empfing uns wunderschönes Nieselwetter. Statt dem schlechten Wetter das uns alle auf der Südinsel prophezeit hatten, war die Nordinsel wohl weniger schön in der Zeit.
Mittlerweile wird es aber auch hier sehr frühlingshaft mit 18 Grad und Sonnenschein und so versuche ich die Zeit neben den endlosen Essays und Unitätigkeiten zu genießen.
In diesem Sinne eine gute Nacht und bis bald…

Die neun Gefährten plus die zwei da links


Ich dachte mir bevor ich mit den Erzählungen zur zweiten Woche anfange, lade ich mal schnell ein kleines Foto unserer Gruppe hier hoch damit ihr auch wisst von wem ich rede, falls an und dan mal Namen erwähnt werden sollten...



Die Dame und den Herren links könnt ihr ganz schnell wieder vergessen, das war nur das irische Pärchen, dass in unserer Gletschergruppe auf dem Franz Josef Gletscher war. Die haben wir dann zwar auch zufällig im ersten Hostel in Queenstown im Nachbarzimmer wiedergetroffen dennoch wenig interessant.


Der Rest der Gruppe:


stehend von links nach rechts: Max, Megan, Krista, Ben, Liz, Sven


hockend von links nach rechts: Abby, Matt, Chris


So zweiter Teil folgt entweder jetzt gleich oder wenn ich noch was Besseres zu tun finde morgen oder so ;-)

PS: Das kleine Foto ist zum Draufklicken und Vergrößern bei Bedarf gedacht. Einige der Leser dieses Blogs tragen ja schließlich ab und an eine Brille und brauchen sie auch ;-)

South Island Week one Part two

So dann gibt es nun endlich mal die Fortsetzung der Abenteuer auf der Südinsel Neuseelands. Meinen letzten Bericht hatte ich ja an Tag 5 kurz nach der Ankunft im Hostel am Fuße des vermeintlichen Mount Cook geschrieben (es sollte sich noch herausstellen dass der Mount Cook doch nicht der vernebelte Berg neben dem Hostel war, sondern ein wenig weiter entfernt lag).
Diesen Tag haben wir hauptsächlich zum entspannen genutzt. Ein paar Filme geschaut, die Sauna genutzt und nach einem gemütlichen Abendessen (ich glaub das war einer der Nudeln mit Tomatensoße-Abende) vorm Lagerfeuer fast eingeschlafen. Frisch und munter gings dann am nächsten Tag in Richtung dieses riesigen Berges den wir für den Mount Cook hielten. Zum Glück hatten wir am Vorabend auf dem Discovery Channel eine Doku über all die tödlich verlaufenen Expeditionen auf den K2 gesehen, insofern waren wir perfekt vorbereitet für alle Eventualitäten wie die Höhenkrankheit, Reinhold Messner oder Yetis. Die Tour die wir uns ausgesucht hatten führte über mehrere richtig schön wackelnde Hängebrücken und nach der zweiten sahen wir auf einmal die Umrisse von einem doch deutlich größeren Berg vor uns und es wurde klar, dass das dann wohl der große Mount Cook war.
Eine weitere Erleuchtung die uns auf diesem Trip kam, war, dass die Kiwis doch nicht immer übertreiben mit ihren Warnungen und übervorsichtigem Getue. Denn das Wetter in den Southern Alpes wechselt wirklich einfach mal ganz spontan und so hatten wir auf unserem Weg zum Mount Cook stürmischen Wind und Schnee und konnten den Berg bis maximal zur Hälfte sehen. Und 15 Minuten später auf dem Rückweg strahlte die Sonne vom Himmel, es war windstill und der Berg war mit seinen ganzen 37xx Metern zu bestaunen.
Nach dieser Wanderung ging’s dann mit dem Auto weiter nach Oamaru. Da ich irgendwie immer sobald wir aus den spannenden kurvigen Bergen rauskamen am Steuer fast eingeschlafen bin, musste Krista dann immer auf den endlos geradeaus gehenden Straßen übernehmen. In Oamarua angekommen und im Hotel eingecheckt sind, musste sich dann jeder halbwegs einheimisch Aussehende Mensch von mir fragen lassen wo ich denn endlich meine geliebten Pinguine zu sehen bekommen könnte. Also gings zuerst ab an den Strand wo die Yellow Eyed Penguins abends ankommen und sich zur Ruhe begeben. Da diese aber extrem scheu sind, kann man die leider nur mit einem Fernglas beobachten. Ich hatte zwar keins dabei, ein freundlicher Amerikaner aus Kalifornien stand aber ein wenig auf Krista und lieh uns deswegen seins. Trotzdem war damit mein Pinguin-Hunger natürlich noch lange nicht gestillt. Also auf zur Blue Penguin Colony wo man dann auch Eintritt zahlen musste, was dazu führte dass ich ohne Krista am Zaun stand und auf die Ankunft der Pinguine wartete, die des nachts in ihre Unterkünfte zurückkehren, teilweise nachdem sie tagsüber 75 km Strecke im Wasser zurückgelegt haben (nicht schlecht für die kleinen 30 cm-Viecher). Insgesamt stand ich dann bestimmt fast zwei Stunden dort und als nach knapp einer Stunde die ersten 10 Pinguine ankamen wurde man fürs Warten belohnt. Denn auf dem Weg zu ihren Unterkünften lag eine Robbe im Weg, was den kleinen Pingus doch deutlich Angst zu machen schien. Und natürlich musste die Robbe auch gerade in dem Moment aufwachen als die Gruppe der 10 Pinguine versuchte sich lautlos vorbeizuschleichen. Die Pinguine stoben sofort auseinander und einer der zehn wartete tatsächlich noch über eine Stunde bis die allerletzte Gruppe ankam um dann mit denen zusammen an der völlig desinteressierten Robbe vorbeizuschleichen. Die Szenen die sich da abspielten gehörten zum dem Tollsten und Niedlichstem was ich je gesehen habe, aber das Ganze wurde noch besser als Krista und ich uns auf den Rückweg zum Hostel machen. Die Straßenschilder mit „Drive slow – Penguin crossing“ hatte ich eigentlich nicht so ganz ernst genommen, aber da versuchten doch tatsächlich zwei kleine Pinguine vor uns aufeinander zuzulaufen. Da wurde dann natürlich sofort angehalten und Fotos gemacht, mit anderen Worten „Pinguine in Neuseeland sehen“ ist auf der Checkliste abgehakt, wird aber definitiv noch wiederholt werden ;-)
An diesem Abend gab es dann statt Nudeln mit Tomatensoße mal was ganz besonderes und zwar Schweinemedaillons, Reis und Kürbissuppe. Kürbissuppe ist hier fast ein Hauptnahrungsmittel und schmeckt wirklich große Klasse.
Und wo wir dann schon dabei waren die lokale Tierwelt zu erkunden, nutzten wir den nächsten Tag um das noch zu erweitern, allerdings mehr oder weniger unfreiwillig. Bei unserer Wanderung an der Küste entlang, haben wir irgendwo auf einmal den Pfad verloren (wieder einmal) und fanden uns auf einmal von Robben umzingelt wieder. Die lagen da alle gemütlich in der Sonne, eine kam gerade vom Baden wieder und wir versuchten uns mal so nah wie möglich ranzuwagen um Fotos zu schießen. Zum Glück hat Kristas Kamera einen sehr guten Zoom aber bis auf circa 5 Meter sind wir sowieso gut rangekommen. Die Robben haben glaube ich recht schnell gemerkt dass wir keine allzu große Bedrohung darstellen, denn als eine von denen mal etwas lauter ausgeatmet hat, sind wir gleich drei Meter zurückgewichen. Anstatt uns böse zu zerfleischen (was wie wir am nächsten Tag erfuhren des Öfteren vorkommt) entschieden sich die Robben dann dazu ordentlich für die Kamera zu posen und sich um den Platz im Rampenlicht zu streiten)
Auf dem Rückweg fanden wir dann überraschenderweise auch unseren Pfad wieder, waren aber eigentlich doch recht froh ihn auf dem Hinweg verloren zu haben.
Nach einer weiteren langen Geradeausfahrt an der Küste entlang (ja ich bin wieder eingeschlafen) kamen wir dann zurück nach Christchurch, von wo es dann am nächsten Morgen mit dem Tranz Coastal-Zug nach Kaikoura weitergehen sollte. Also mussten wir uns von unserem treuen Auto trennen und sahen dabei einen der schönsten Sonnenuntergänge aller Zeiten (siehe Fotos von Day7).
Die Zugfahrt am nächsten Tag war dann eher semi-spektakulär, aber da Krista vorher in ihrem Leben noch nie mit dem Zug gefahren ist (als behütetes Mädel in Minnesota) war es doch sehr lustig. Angekommen in Kaikoura war die erste Priorität die einzige Attraktion der Stadt, die Wale. Also machten wir uns gleich auf den Weg zur Whale Watching Station und reservierten Tickets für die Nachmittagstour. Glücklicherweise wurde das Wetter nicht wie von den Whale Watchern befürchtet schlechter sondern besser sodass wir am Nachmittag 3 Meilen weit schauen konnten und auch der 30 Knoten schnelle Katamaran kippte glücklicherweise nicht im Wind um, wobei mir trotzdem nicht immer wohl in der Magengegend war während der Fahrt. Die großartige Sicht gepaart mit den Unterwassermikrofonen des Katamarans brachte uns während der fast dreistündigen Tour dann in die Nähe von insgesamt 9 Pottwalen. Meistens sieht man von den 18Meter-Monstern zwar nur so um die 6 Meter an der Wasseroberfläche aber jedes Mal, wenn sie dann zu einem ihrer langen Tauchgänge runtergehen und die Schwanzflosse in die Luft steigt, ist das wirklich ein einzigartiges Spektakel. Nach dieser Tour hab es in unserem wirklich schönen Hostel dann erneut Kürbissuppe und dazu noch zwei Filme. Pinguine, Robben, Wale alles abgehakt da konnte man glücklich und zufrieden einschlafen selbst wenn Russel Crowe nebenbei auf voller Lautstärke Halb-Rom ermordete (einer der Filme war Gladiator ;-)
Damit wären wir dann auch schon beim letzten Kapitel der Geschichte des amerikanisch-deutschen Duos Krista und Sven angekommen. Es ist schon echt nervig wenn man so als Männlein und Weiblein zusammen unterwegs ist, weil auf einmal all diese nervigen Pärchen ankommen und meinen mit einem Gespräche anfangen zu müssen. Na ja Spaß gemacht hat’s auf jeden Fall auch wenn wir immer große Probleme mit der Entscheidungsfindung hatten, da weder Krista noch ich irgendwas entscheiden wollten, was dem anderen eventuell nicht gefällt. Zum Glück waren wir dann in der zweiten Woche ja zu neunt (ich hoffe jedem der dass hier liest ist die Bedeutung einer Gruppe von 9 Leuten die durch Neuseeland reist, bekannt, wenn nicht die Antwort folgt am Ende).
Also ging’s am nächsten Tag wieder mit dem Zug in Richtung Picton wo wir circa vier Stunden vor der zu erwartenden Fährenankunft der anderen Amerikaner ankamen und die Zeit für ein Subway-Sandwich und exzessives „in der Sonne auf Bänken am Strand sitzen“ nutzten.
Irgendwie hielten wir jedes zweite Schiff dass um die Küstenecke kam für die Fähre inklusive einem Containerschiff, einem kleinen Boot der Küstenwache und einem Segelboot. Als die Fähre dann letztlich kam, waren wir uns diesmal sicher dass das nicht das richtige Schiff war, aber wir waren natürlich trotzdem neugierig und versuchten so nah wie möglich ranzukommen bis wir uns auf einmal in einem abgesperrten Sicherheitsbereich befanden und ein Bus vor uns stand aus dem uns die anderen zuwinkten. Ich glaube wir durften da nicht wirklich zwischen all den Entlademaschinen stehen, aber was soll’s. Endlich vereint in einer Gemeinschaft von Neun (na woher kommt einem das bekannt vor) wurden Autos gemietet und die Scenic Route nach Nelson in Angriff genommen. „Scenic“ heißt in diesem Fall: „Hey das sieht auf der Karte viel kürzer aus und außerdem geht’s an der Küste lang, das ist bestimmt auch viel schöner“ und wird dann zu „Verflucht wir können hier nie schneller als 30 fahren sonst stürzen wir 100 Meter in die Tiefe, ein Geländer gibt’s auch nicht und außerdem wird’s dunkel und die Landschaft sieht eh keiner mehr“. Wenn man dann dazu noch keinen Radioempfang hat und nur die Christian Rock Station rein bekommt die einen versucht musikalisch zu einem besseren Menschen zu machen, bekommt man schon leicht den ein oder anderen Anfall.
So jetzt hab ich wenigstens schon mal die erste Woche zusammengefasst. Da ich in fünf Minuten in der Vorlesung sein muss, werde ich jetzt mal n’ Päuschen einlegen. But there is more to come…

Montag, 17. September 2007

Alle Fotos von der Südinsel...

findet ihr hier
http://picasaweb.google.com/mariachi1985

Dauert noch ein wenig bis alle hochgeladen sind, aber das kommt alles...

PS: Ging jetzt doch ein wenig schneller als gedacht. Also wer zuviel Zeit hat, die knapp 1000 Fotos sind jetzt alle online. Bericht dazu folgt bald ;-)

Sonntag, 16. September 2007

Verspätung

So heute abend werde ich dann mal wieder versuchen was zu schreiben. Die Wahrscheinlichkeit dass es ein langer und interessanter Bericht wird, würde sich drastisch erhöhen wenn mir jemand von euch 1400 Wörter über Gewalt und Terror in der französischen und amerikanischen Revolution schicken könnte. Ansonsten werde ich das wohl vorher machen müssen ;-)

Mittwoch, 29. August 2007

Nachrichten von der Südinsel

Hey ihr alle,
so nach 5 Tagen auf der Südinsel hab ich nun endlich ein Hostel gefunden, dass zu blöd ist seinen Hotspot irgendwie mit einem Kennwort zu schützen und das muss natürlich genutzt werden...
Im Moment sitze ich gerade am Fuße des höchsten Bergs Neuseelands, des Mount Cook (um die 3700 Meter) in einem 5-Sterne-Hostel sogar inklusive Sauna. Da es heute zum ersten Mal ein wenig regnet und wir außerdem ein wenig fertig sind, gibts heute mal nue gemütliches Lagerfeuer, ein,zwei Filme und lecker Essen. Naja und die Sauna muss ja auch noch genutzt werden.
Ansonsten waren die Tage bisher sehr ereigniss- und vor allem fotoreich, So um die 500 Fotos haben wir wohl schon zusammen.
Zwei Wochen leben aus nem Rucksack macht irgendwie schon Spaß nur liegen alle meine Sachen irgendwie immer am Boden meines unergründlichen Rucksacks.
So nun aber mal ne Zusammenfassung der letzten Tage (ob ich heute noch dazu passende Fotos hochladen kann, hängt davon ab, ob ich ne Steckdose finde, die nicht belegt ist, sonst wird mein Laptop sich nämlich bald verabschieden)
Nach einem gemütlichen kurzen Flug sind wir am Samstag Abend in Christchurch angekommen. Dort hat die Hostel-Suche dann ein wenig länger gedauert, denn das erste wwar ausgebucht, das zweite gabs nicht mehr, das dritte war uns zu teuer und schließlich sind wir in einem Tophostel mit Pool für nu circa 10 Euro gelandet. Unser Mitbewohner aus Wales , den keiner von uns verstehen konnte, war dann zum Glück auch sehr lustig. Für mehr als einen gemütlichen Abendstadtspaziergang mit Pizza (mit Brie-Käse, Chicken und Cranberry-Sauce - sehr interessant und lecker), einem Supermarktbesuch und einem Film hat die Kraft am ersten Abend dann aber nicht mehr gereicht.
Denn am Sonntag gings gleich morgens los zur Autovermietung. Es musste natürlich wieder mal eine Automatik-Karre sein, damit ich nicht die ganze Fahrerei übernehmen musste. Japanisch motorisiert gings dann auf die landschaftlich sehr schöne Straße in Richtung Banks Peninsula, genauer gesagt nach Akaroa. Einem wunderschönen alten französischem Hafendorf. Denn dort waren französische Siedler 1830 oder so zum ersten Mal nach Neuseeland gelangt. Dort haben wir dann den Mittag und frühen Nachmittag verbracht und anschließend gings weiter ins 1000 Meter hoch gelegene Bergdorf Arthurs Pass. Und wenn ich hier von Dörfern rede, dann heißt das Krupunder minus alle Einwohner plus maximal 200 ;-)
Arthurs Pass ist wirklich winizg, es gibt mehr Backpacker als Einwohner (und dabei sind auch nur circa 20 Backpacker unterwegs) und die freundlichen Keas (die coolsten Vögel der Welt) versuchen sich alles zu schnappen was nicht niet- und nagelfest ist. In Arthurs Pass haben wir uns dann auch schnell die letzten zwei Plätze im einzigen Hostel gesucht und in der einzigen Bar zu Abend gegessen. Die Bar hatte wiederum ein schönes Lagerfeuer, unser Hostel danach ein gemütliches Wohnzimmer mit guter Heizung und so war dann auch schon der zweite Tag zu ende...
Am dritten Tag sind wir dann mal ganz fleißig in Arthurs Pass' Umgebung wandern gewesen. Erstmal vierienhalb Stunden den Avalanche Peak hinauf, bis wir im Schnee nicht mehr vorwärts kamen und danach noch über zwei Stunden rund um die schönen Wasserfälle der Gegend gewandert. Nach knapp 7 Stunden Entdecken und Herumlaufen haben wir uns dann dazu entschieden im einzigen Supermarkt des Dorfes völlig überteuert die einzigen Nahrungsmittel (Tomatensuppe und Makkaroni) zu erstehen, gemütlich zu kochen und noch eine Nacht dort zu bleiben.
Damit wären wir dann bei gestern angekommen. Da ging es früh am Morgen raus aus Arthurs Pass und ab in Richtung Lake Tekapo, einem wunderschönen türkis-farbenen See weiter im Süden der Südinsel. Nach einem weiteren Supermarktstopp sind wir dann gegen Nachmittag dort angekommen, haben erneut ein Superhostel gefunden und beim anschließenden Spaziergang durchs Dorf und um den See (nicht ganz herum, der See ist riesengroß) haben wir unser Riesenglück bemerkt. Denn rein zufällig und ohne es zu wissen, waren wir in der besten Stadt zum Sternenhimmel beobachten in Neuseeland gelandet und das am Tage eine kompletten Mondfinsternis. Die haben wir uns dann natürlich am Abend von halb zehn bis halb zwölf in voller Länge angeschaut und nebenbei außerdem erneut das Lagerfeuer unseres Hostels genossen.
Heute morgen hatten wir uns dann eine weitere Wanderung rund um den Lake Tekapo vorgenommen bevor wir in Richtung Mount Cook aufbrechen wollten. Das lief auch die ersten 15 Minuten ganz gut, aber dann haben wir irgendwie die Orientierung verloren und nicht mehr auf den Pfad zurückgefunden. Da wir aber wussten dass wir einfach nur auf den Berg rauf mussten, sind wir halt einfach 300 Höhenmeter hochgeklettert. Im Nachhinein haben wir uns darauf geeinigt, dass das eine ziemlich bescheuerte Idee war, aber es ist ja alles gut gegangen. Nur die Kaninchen die in großen Scharen auf eem Berg leben, waren glaube ich nicht so begeistert, dass wir auf ihren Höhlen herumgestapft sind...
Naja vom Gipfel des Berges haben wir dann unseren Pfad gesehen und sind dann weitergewandert. Und gleich danach gings dann weiter nach Mount Cook mit einem Zwischenstopp zum Fotos schießen am noch schöner gefärbten Lake Pukaki und nun sitzen wir seit wir hier angekommen sind wieder mal vor einem Feuer und nutzen fleißig das Gratis-Internet zum Übermitteln von Lebenszeichen wie diesem.
Morgen wollten wir dann hier in der Gegend wandern gehen (an den Mt.Cook wagen wir uns lieber nicht, da sind schon ein wenig zuviele Leute nicht wieder zurückgekommen ;-) und danach gehts nach Oamaru wo ich hoffentlich endlich Pinguine zu sehen kriege. Da freu ich mich schon die ganze Zeit drauf. Freitag bleiben wir dann auch erst noch dort und dann gehts zurück nach Christchurch von wo aus wir den TransCoastal Train nehmen in Kaikorua eine Nacht bleiben und eventuell ein paar Wale, Seehunde und Delfine besuchen und am Sonntag gehts dann rauf nach Picton wo wir den zweiten Teil unserer Reise mit den anderen 7 Amerikanern antreten.
Bis ich dann wieder Gratis-Internet finde, wars das erstmal, mein Laptop hat noch Saft für 10 Minuten, also gibts Fotos vielleicht später oder sonst beim nächsten Mal.
Bis dahin, liebe Grüße nach daheim oder wo auch immer ihr seid, die ihr das hier lest...

Montag, 20. August 2007



Mission Bay



Auckland vom Okahu Beach aus



Für ne Handykamera ganz hübsch, wie ich finde



Der Weg nach Mission Bay



Auf dem Weg nach Mission Bay



Megan, Ben, Krista und ich ( mit der Dame neben mir werd ich die erste Woche auf der Südinsel rumcruisen, zum Glück kann sie gut Autofahren ;-)



mal ne kleine Rugby-Impression, da haben die Blues (Auckland) grad gepunktet



Jess, Ben und ich beim Aucklandy-Rugby-Match 47:26 haben wir glaubich gewonnen



Chris und ich während der Brauerei-Tour - das war Bier 1 von 10 in 20 Minuten

Eine Woche dann ist Urlaub

Sodele ich dachte bevor ich mich am Samstag für eine Woche in die weiten Lande der Südinsel Neuseelands verabschiede, melde ich mich nochmal. Die letzten Tage waren größtenteils von ziemlich viel Arbeit für die Uni geprägt und ich habe soeben meinen ersten Essay über das Online-Abgabe-System der Uni abgegeben. Leider muss ich das Ganze nachher auch nochmal in Papierform abgeben, was doppelt ärgerlich ist, da ich aufgrund einer Rückenverletzung meiner Dozentin heut eigentlich frei hätte, aber was solls. Das Wetter ist schön und so ein kleiner Spaziergang schadet ja nicht...
Neben der ganzen Arbeit für die Uni (meine eigentlich geplante Hardcore-Arbeitswoche in der ersten Woche des mid-semester-breaks fällt leider flach, da ich stattdessen zwei Wochen auf der Südinsel bin) waren wir letztes Wochenende mal wieder bei einem Rugby-Match diesmal zwischen Auckland und Waikato. Dieselben Tickets die beim All-Blacks Spiel noch 50 Dollar gekostet hatten gabs diesmal für 10 und da die Gästefans vor uns und ne Menge Heimfans hinter uns saßen, hatten wir auch ne Menge Spaß. Sonst gibts außer vielen lustigen Abenden mit abwechselnd gemütlichem Filme gucken, weggehen oder kleinen Konzerten nicht allzuviel neues. Gestern wollte ich eigentlich endlich mal baden gehen und hab mich mit meinem Roommate und Liz (siehe Fotos weiter unten ;-) auf den Weg nach Mission Bay gemacht einem wunderschönen kleinen Strandörtchen, das laut Internet nur 40 Minuten Fußweg entfernt sein sollte. Wir haben unter anderem dank vieler Fotopausen knapp zwei Stunden gebraucht und wollten dann erst was essen und danach war die Sonne weg und es wurd kalt. Also noch schnell ein Eis bei Mövenpick geholt (hab erst groß getönt das wäre ne deutsche Firma bis ich dann die T-Shirts der Mitarbeiter mit der Aufschrift Quality from Switzerland las ;-) und mit dem Bus ab nach Hause. Naja und heut Nacht bin ich dann mal um drei Uhr aufgestanden um mir den HSV anzuschauen.
So nun aber zum spannenden Teil der Reise auf die Südinsel. Die anderen Amis sind fast alle in der ersten Woche mit ihrer Organisation auf den Cook Islands. Diese Aussicht hatte mich ja zunächst zu der leichtsinnigen Prognose veranlasst diese Woche zum Arbeiten zu nutzen. Nun sind aber auch ein, zwei der Amerikaner nicht mit dieser Organisation hier und eine von Ihnen wollte unbedingt schon in der ersten Woche auf die Südinsel und dann später die anderen dort treffen. Sie hat mich dann eine Woche lang bearbeitet und mir erzählt, wie schrecklich es doch wäre, wenn Sie ganz alleine auf der Südinsel rumreist und und und, und am Ende hab ich natürlich ja gesagt. Nun muss ich zwar meinen Laptop mitnehmen und eventuell vor Ort ein wenig abreiten aber das wird schon. Am Samstag Nachmittag fliegen wir nun nach Christchurch und reisen dann eine Woche lang die Ostküste hinauf um dann am Sonntag 7 weitere Amerikaner die mit dem Auto und der Fähre runterkommen im Abel Tasman National Park zu treffen. Und von dort aus gehts dann weiter die Westküste runter bis nach Queenstwon von wo aus wir dann am 9.September zurückfliegen. Und am 11.September ist dann ein Essay fällig und ich hab ne Präsentation, Juchuuuu.
Freu mich aber schon riesig auf die Reise...
Bis dahin wird nämlich glaubich nix Spannendes mehr passieren, da alle ne Menge zu tun haben. Ich werd mir jetzt mal jemanden suchen, der den Spaziergang zur Uni mit mir gemeinsam machen möchte und vielleicht meld ich mich dann ja auch mal von der Südinsel wenn die dort Internet haben.
Also machts gut, genießt den Sommer und bis bald...


PS: Hier nochmal ein paar weitere Kontaktdaten:

Handynummer: 0064-210710224 oder
Festnetz: 0064-9 367 7100 und dann die Extension 31229 aber ich denke da muss man erst die erste Nummer anrufen bevor man die Extension dranhängen kann. Einfach
ausprobieren würd ich sagen.

Freitag, 10. August 2007

Meine Kontaktdaten und noch ein paar Fotos

So ich dachte mir nach einem Monat kann ich ja nun mal meine Adresse, falls ich das nicht schon irgendwo mal getan habe:
Adresse:

Sven Brüggemann
Appartment: 229-1
The Railway Campus
Private Bag 106601
Auckland 1143
New Zealand

Und dazu gibts dann noch ein paar Fotos:



Mein Roommate (Ben) und ich


Die Fahrer (Max und meiner einer)



Der Emerald Pool im Volcanic Valley, das rote sind übrigens Pflanzen und Algen, haben wir mit exakten Steinwürfen ausgetestet



Ja die Erde dampft dort ein wenig, aber das Wasser ist nur ca. 50 Grad heiß



Ein schönes Panorama-Bild der dampfenden Landschaft



Der Inferno Lake - der ist wirklich so wunderschön blau - Reinspringen sollte man aber lassen, hier sinds dann nämlich über 80 Grad Wassertemperatur



Der See am Ende des Nationalparks - der ist dann mal normal temperiert



Da rollen wir zu dritt den Hügel runter



Century Club Champions nach 100 Bier ;-) Abby, Max, Liz und Sven