Freitag, 10. August 2007

Meine Kontaktdaten und noch ein paar Fotos

So ich dachte mir nach einem Monat kann ich ja nun mal meine Adresse, falls ich das nicht schon irgendwo mal getan habe:
Adresse:

Sven Brüggemann
Appartment: 229-1
The Railway Campus
Private Bag 106601
Auckland 1143
New Zealand

Und dazu gibts dann noch ein paar Fotos:



Mein Roommate (Ben) und ich


Die Fahrer (Max und meiner einer)



Der Emerald Pool im Volcanic Valley, das rote sind übrigens Pflanzen und Algen, haben wir mit exakten Steinwürfen ausgetestet



Ja die Erde dampft dort ein wenig, aber das Wasser ist nur ca. 50 Grad heiß



Ein schönes Panorama-Bild der dampfenden Landschaft



Der Inferno Lake - der ist wirklich so wunderschön blau - Reinspringen sollte man aber lassen, hier sinds dann nämlich über 80 Grad Wassertemperatur



Der See am Ende des Nationalparks - der ist dann mal normal temperiert



Da rollen wir zu dritt den Hügel runter



Century Club Champions nach 100 Bier ;-) Abby, Max, Liz und Sven

Dienstag, 7. August 2007

White Water Rafting



Gemütliches Warmmachen



7 Meter Wasserfall Teil 1



Und ab gehts...



Gute Haltungsnoten



Da sieht noch alles gut aus



Ja wo sind sie denn???



Jepp, blöd gelaufen...



Chris und ich beim Versuch zum Boot zurückzuschwimmen



Unser erstes Boot kommt zur Hilfe (die sind vorher auch gekentert) unter anderem weil Matt im Versuch das Boot zu halten sein Paddel weggeschmissen hatte - kapitaler Fehler!!!



Das Boot der Rafting-Analphabeten - auf der starken linken Seite von vorne Dana, Sven und Shane - auf der anderen (Steuer- oder Backbord keine Ahnung ;-) Chris und Matt - Steuermann Steve (ich glaub so hieß er) schon recht verzweifelt...



Stromschnellen, zum Glück nur noch schnell und nicht mehr hoch




Überlebt...







So fangen mir mal erstmals mit dem Wort "sorry" an, hat etwas lange gedauert seit meinem letzten Eintrag...
Aber natürlich hab ich auch Entschuldigungen dafür. Vorletztes Wochenende war ich ziemlich krank und hab dann auch die ganze letzte Woche zum Erholen gebraucht, denn bevor ich mir hier die Mühe mache Atteste vom Unidoc zu holen, geh ich doch lieber solange zur Uni bis ich halbtot bin.
Die neu gesammelten Kräfte hab ich dann am Wochenende auch gleich wieder eingesetzt, denn die große Gruppe rund um 17 Amis und den einsamen Deutschen war mal wieder auf der Nordinsel unterwegs. Diesmal mit vier Reisschleudern der Marke Toyota für 10 Dollar und drei Tage. Und da wir diesmal klugerweise nicht die 5 Jungs in ein Auto gesteckt haben, war die Fahrt auch viel gemütlicher als sonst. Außerdem hatten wir uns navigationstechnisch diesmal vorbereitet und ne Karte gekauft und so hat unser Wagen mit den deutschen Navi-Künsten sicher den Weg gewiesen, auch wenn wir unsere Kolonne im ersten Stau bereits verloren haben und dank Bleifuss-Brüggemann ne halbe Stunde vor allen anderen in Rotorua angekommen sind. Die Zeit wollten wir dann eigentlich nutzen um was zu Essen zu finden. An der ersten Straße hab ich dann ein großes Blinkschild gesehen mit der Beschriftung:FOOD, woraufhin ich mich zu der leichtfertigen Bemerkung hab hinreißen lassen, dass ich zwar hungrig bin, aber ja nicht gleich in die erstbeste heruntergekommene Bude laufe die mich mit roten Blinkbuchstaben lockt. Naja 40 Minuten später war mir klar dass es kein anderes offenes Restaurant mit ordentlichen Preisen gab, also gings ab zu Food (das war dann auch tatsächlich der Name des Ladens) und das Essen war klasse. Burger mit Kiwis drauf muss man mal probiert haben, Nur dass die hier rote Beete auf alle Burger tun ist etwas gewöhnungsbedürftig. Nach einem gemütlichen Kartenspielabend (ich hab natürlich gewonnen), gings dann halbwegs früh schlafen, denn am Samstag morgen stand unsere Rafting-Tour an. Level 5 inklusive dem größten Wasserfall der Welt den man als Touri mal so runterfallen kann. Schöe 7 Meter hoch (Fotos folgen wie immer im nächsten Post). Also gings morgens nach anfänglicher Aufregung (eines der Mädels hatte nachts bed bugs in ihrem Hostelbett) bei strömendem Regen auf zum Rafting in einem der schönsten Flüsse die ich je gesehen habe. Wir sind dann durch wunderschöne Schluchten gefahren und gefallen und haben uns als Männer-Boot mal mit Abstand am Bescheuertsten angestellt. Als es dann schließlich zum Wasserfall ging, konnten wir uns nicht wirklich entscheiden ob wir versuchen wollten unser Boot richtig zu landen oder unten zu kentern (laut unserem Guide liegen die Chancen bei 80 zu 20 fürs Kentern) - Letztlich hat uns das Boot die Entscheidung abgenommen und wir sind gekentert. Ich bin dann unterm Boot wieder aufgetaucht und als ich das nächste Mal an die Oberfläche kam, war das Boot ein paar Meterchen weg, aber alles kein Problem, ich war natürlich als erster wieder an Boot und habe meine Amis ausm Wasser gezogen. Zum Ende der Tour wurds dann noch mal etwas kritisch, denn dort wo wir an Land gehen wollten/sollten nahm der Fluß eine Biegung nach rechts und dahinter lauerte dann ein Klasse 6 Wasserfall, denn noch kein Raft je bezwungen hat und der immerhin schon 15 Menschenleben gefordert hat. Die Strömung war ein wenig ungünstig und so mussten wir uns echt die Arme abpaddeln um von da wegzukommen unser Guide hat echt ein klein wenig die Krise bekommen, aber was solls am Ende hatten wir unseren Spaß.
Da es danach immer noch in Strömen regnete gings erstmal zurück ins Hostel. Da ham wir dann gemütlich auf der Couch gelegen und erst einen Film geschaut dann haben ein paar von uns sich zum Wandern in den Regen gewagt , aber ich und vier andere Jungs haben lieber noch nen Film geguckt... Gute Entscheidung im Nachhinein denn die anderen kamen als Wasserleichen wieder und ich hatte endlich mal ne halbe Stunden geschlafen. Also gings dann am Abend noch ins Polynesian Spa (eine schöne heiße Quellen/Poollandschaft in Rotorua). Dazu muss ich noch sagen dass das ganze Städtchen Rotorua schön nach faulen Eiern stinkt. Aufgrund der geothermalen Aktivität, die für die heißen Quellen, viele Geysire und auch die Heizung der Stadt verantwortlich ist hat man immer einen klasse Schwefelgeruch in der Nase und am Ende des Wochenendes auch in den meisten Klamotten, aber was sollst. Der Erholungsbesuch in den Quellen endete dann recht spät am Abend und wiederum zwei Filme später gings dann ins Bettchen (guckt euch bitte nie den allerersten Star Wars auf englisch an - Luke Skywalkers und Darth Vaders Originalstimmen sind peinlich hoch 10).
Sonntag begann dann erstmal mit der großen Schwierigkeit 18 Leute mit verschiedenen Ideen in vier Autos aufzuteilen und das mit nur acht zur Verfügung stehenden Fahrern, aber irgendwie haben wirs geschafft. Eine Gruppe ist dann früh zurück gefahren, die anderen noch etwas durch Rotorua gewandert und zwei Gruppen (mit mir dabei) hat sich auf den Weg zum Zorbing gemacht. Der Zorb ist eine neuseeländsiche Erfindung, ein durchsichtiger Ball, der mit Wasser und 1 bis 3 Personen gefüllt wird und der dann einen Hügel runtergerollt wird. Hört sich eigentlich nicht allzuspannend an und ich wollts auch eigentlich erst nicht machen, aber als die ersten drei völlig begeistert unten ankamen, haben wir uns dann auch nen Zorb geschnappt. Zu dritt also rein in die Kugel und dank meines großartigen Gleichgewichtssinns hab ich die anderen schon mit zu Boden gerissen bevor der Ball überhaupt losrollte. Wirklich saulustig so ein Zorbing-Erlebniss (muss gleich mal schauen ob ich Fotos davon haben)
Als Abschluss haben wir uns dann danach noch auf den Wegs ins Waimangu Volcanic Valley gemacht, ein Nationalpark der 1896 oder so durch einige Erdbeben und Eruptionen entstanden ist und wunderschöne Seen (mit 80 Grad heißem Wasser) und heiße Quellen aufweist. Wirklich eine wunderschöne Gegend.
Nach der Rückkehr nach Auckland gings dann in Auckland noch was trinken und ich bin gegen eins völlig fertig in Ohnmacht gefallen zum Glück in meinem Bettchen ;-)
Aber gestern gings dann sofort nach der ersten Vorlesung, die ich mal völlig unvorbereitet besucht habe, weiter und zwar mit dem wunderschönen Versuch eines Century Clubs. Das heißt man trinkt jede Minute ein doppeltes Schnapsglas Bier und das wie der Name schon sagt für 100 Minuten. Bis Minute 30 denkt man, was sollen diese langen Pausen zwischen den Drinks ab Minute 70 fragt man sich ob die 60 Sekunden einer Minute auf Milisekunden geschrumpft sind. Vier von Fünf habens bis zum Ende des Century Clubs geschafft darunter laut Initiator Max auch die ersten beiden Mädels die er kennt. So ein angefangener Abend wurde dann natürlich noch auf der Dollar Beer Night in der Margaritas Bar beendet zu der ich aber einfach mal kein Geld mitgenommen habe. Hat uns trotzdem nicht dran gehindert wenigstens noch ein weiteres Bierchen zu trinken. Erstaunlicherweise war ich dann heut recht fertig und habe den halben Tag genutzt um jede Menge Filme für die Uni zu schauen nur um dann zu merken dass ich noch40 Minuten für 60 Seiten zu lesen habe. Da ich mich in unserem von den Century-Club Überresten überfüllten Räumlichkeiten nicht konzentrieren konnte also auf zur Uni ins erstbeste Cafe mit Tischen und angefangen zu lesen. Dass es dann angefangen hat zu regnen hat mich aber nicht davon abgehalten draußen sitzend meine Texte pünktlich zu Vorlesungsbeginn beendet zu haben ;-)
Nach der Uni dann noch 3 Stunden lang nen Cafe trinken gewesen und nun sitz ich hier und gehe gleich ins Bett nachdem ich die Fotos hochgeladen habe.
Nun also genug der Erzählungen und ich hoffe nachdem ich nun was getan habe, meldet ihr euch auch alle mal wieder, ich freu mich über News von der Heimatfront!!!

Sonntag, 22. Juli 2007



Wir sind Tri-Nations Cup und Bledisloe-Cup-Champion




Leider gabs diesmal keine Wetsuits...






Eden Park and Me...




Der Eden Park während des Spiels von meinem Platz aus...

The ALL BLACKS und lesen...

So jetzt hab ich mich ja mal fast ne Woche lang nicht gemeldet und schon jetzt muss die Uni als Ausrede herhalten. Auch wenn meine vier Kurse nicht allzu anstrengend und schwierig erscheinen, ist doch ne ganze Menge zu tun unter der Woche und vor allem in der ersten Woche denn da darf man den Lesestoff für Woche 1 und 2 auf einmal durcharbeiten. Das führt dann bei 4 Fächern zu circa 300 Seiten Einführungslektüre zu Themen wie Dokumentationsfilme im Allgemeinen, der Film Nanook of the North aus dem Jahre 1922 im Speziellen, die Entwicklung der Popmusikforschung, neuseeländische Filmproduktionen und Förderungen oder auch die englischen Revolutionsjahre im 17.Jahrhundert. Naja sobald ich dann mal einen Vorsprung gegenüber dem Lesestoff herausarbeiten kann muss ich mir dann Gedanken über meine Research proposals und Essays machen, aber da hab ich schon ganz gute Ideen.
Ansonsten war die letzte Woche natürlich bei Weitem nicht nur von der Uni geprägt. Montag war tatsächlich die großartige Bier für einen Dollar Party und die Gläser waren auch schöne Halblitergläser. Da ich jeden Donnerstag frei hab waren wir dann auch Mittwoch abend wieder in derselben Bar diesmal mit dem Angebot ein Pitcher Bier für 5 Dollar. Und da wir wirklich jede Möglichkeit nutzen Geld zu sparen haben wir uns dann am Freitag am Hafen zwei Biere zum Preis von einem schmecken lassen. Da ich aber im Moment ein wenig vor mich hin kränkel, hab ich mich natürlich stets vornehm zurückgehalten. Außerdem war ja gestern der große Tag (einige hier würden sagen gestern war der große Tag an dem das 7. Harry Potter Buch rauskam). Ich hingegen bezeichne den Tag so, weil wir das großartige Finale um den Tri Nations Cup (Vorbereitungsturnier zur Rugby-WM) und gleichzeitig auch um den Bledisloe-Cup live im Eden Park zu Auckland verfolgen konnten. Die All Blacks (Neuseelands Rugby-Team) gegen die Wallabies (Australien) - ein absolutes Highlight, denn die beiden Teams sind wohl die stärksten der Welt. Unsere Plätze (die billigsten im Stadion für 50 Dollar) waren letztlich viel besser als erwartet und wir haben ein echt spannendes Match gesehen, das Neuseeland am Ende mit 26:12 für sich entscheiden konnte. Das lustigste für uns an dem Spiel (naja oder auch nicht) war dass es circa 15 Minuten vor Anpfiff wie aus Eimern gegossen hat. So einen Platzregen hab ich selbst in Hamburg noch nicht erlebt. Das Ergebnis pünktlich zum Spielbeginn waren wir alle bis auf die Knochen durchnässt und einige die keine Jacke dabeihatten haben sich ganz besonders gefreut. Als die All Blacks dann nach der Nationalhymmne aber zum Haka (Maori-Kriegstanz) ansetzten war das "Sich zu Tode frieren" aber ganz schnell vorbei und wir hatten wirklich nen klasse Abend.

www.youtube.com/watch?v=yc1yM3sCuuY (für diejenigen die sich den Haka von gestern Abend mal anschauen wollen. Wir saßen rechts hinter den All Blacks - nur zur Orientierung)

Heute hab ich dann mal halbwegs ausgeschlafen und mich dann nach Frühstück und Aufräumen ans Lesen gemacht. Meine Güte kann man einen Schwachsinn über Filme und Musik schreiben und dann auch noch auf Englisch aber was solls. Im Moment liest hier sowieso jeder den halben Tag nur die meisten halt Harry Potter und nur wenige sind so fleißig wie ich und kümmern sich vorbildlichst um ihr Studium.
Habe auch grad eben mal das erste Mal die Gemeinschaftsküche ausprobiert (bisher hab ich immer entweder unterwegs gegessen, hatte keinen Hunger oder habe mir auf irgendeine Art und Weise bei anderen was besorgt ;-). Die Küche ist aber wirklich gut, über meine Nudeln und meine Soße (bestehend zu 50 % aus Chilisaucen und Schoten kann ich auch nicht meckern.
Nun muss ich mich für heute nur noch entscheiden ob ich mich wieder der Leserei widme, dann früh ins Bett gehe und morgen frisch und hoffentlich wieder ganz fit zur Uni gehe oder ob ich vielleicht doch noch mit den Amis nen Film schaue. Naja eigentlich hab ich morgen genug zu tun mit der Uni, bin abends noch zum Essen verabredet und da Montag ist gibts ja auch wieder Bier für einen Dollar also wird heut wohl eher ruhig...
In diesem Sinne freu ich mich bald mal wieder aus der Heimat zu hören und ein paar Fotos folgen wie immer im nächsten Post. Werde diesmal auch versuchen alle anklickbar und vergrößerbar hinzubekommen!
Liebe Grüße von hier nach Good ol' Germany!!!

Montag, 16. Juli 2007

Mal wieder Fotos...



Endlich mal ein paar neuseeländische Sachfe mitten im Weinberg



Die Aussicht aus unserem Weinprobe-Lokal


15 sexy Wetsuits



Aussicht vom Mt. Pirongia

Nochmal Aussicht vom Mt.Pirongia diesmal mit der interessanten neuseelandtypischen Mischung aus Palmen, Laub- und Nadelbäumen aller Art und aus allen Klimazonen im Vordergrund

Wenn wir wirklich auf dem Gipfel gewesen wären, wären unsere gefühlten 50 Fotos dort oben ein wenig cooler, aber so sinds nur Gruppenfotos auf dem 500m hoch gelegenen Aussichtspunkt...

Ein Panoramabild von meiner großartigen Handykamera allerdings am Fuße des Mt.Pirongia

Weekendtrip und erster Tag an der Uni

So nach ein paar Tagen Funkstille hab ich nun wieder mal ein paar mehr oder weniger interessante Dinge zum Besten zu geben. Seit Donnerstag hab ich insgesamt recht wenig geschlafen und verdammt viel gemacht, also fangen wir mal gleich an mit erzählen ;-)
Donnerstag Abend gings erstmal zur International Pub Night. Klugerweise fing die schon um 18 Uhr an, was wir natürlich dazu genutzt haben bereits um 17 Uhr mit dem Vorglühen anzufangen und da die Amis mich ja auch mal betrunken kriegen wollten, gabs wunderbaren Jose Cuervo Especial (für alle die keine Ahnung haben was gut ist: TEQUILA). Insgesamt hat das auch alles ganz gut funktioniert und der Abend war saulustig (für ausführlichere Erzählungen, auch wenn ich mich nicht mehr an alles erinnern kann, stehe ich zu variierenden Sprechstundenzeiten bei Skype zur Verfügung).
Allerdings gings am nächsten Tag dann ganz früh (naja um 13 Uhr) los auf unseren ersten Wochenendtrip. Also sind wir auf zur Autovermietung und haben uns unsere drei schrottigen Asia-Schüsseln der Marke Toyota abgeholt. Wir, das sind 14 Amerikaner from all around the country und ich der adoptierte Deutsche. Als Ältester der Gruppe war ich natürlich auch einer der Fahrer allerdings noch nicht am Freitag, da war noch Erholung angesagt, wobei das in einem Auto mit 4 Jungs, die alle versuchen dem Fahrer beim Linksverkehr zu helfen unmöglich war. Ein paar Mal verfahren haben wir uns auch noch, einmal unglücklicherweise so weit, dass wir für 3 Dollar an einer Weinprobe an einem Weinberg abseits der Straße teilnehmen mussten. Wirklich schrecklich sowas... Dennoch sind wir letztlich an unserem Ziel dem Juno Hall-Hostel in Waitomo angekommen.
Dann gabs in der einzigen Kneipe des Dorfes ein Bierchen und leckere Burger und trotz unglaublicher Müdigkeit haben wir dann noch bis nach Mitternacht bei verschiedenen Kartenspielen und dem König der Löwen Teil 1 durchgehalten ;-)
Unsere Heizung im 5er Zimmer hatte dann leider nur die Stufen flüssige Lava oder Antarktis, wobei wir uns aufgrund unserer Schlafsäcke für die arktische Variante entschieden haben. Eine weitere Nacht mit nicht allzuviel und nicht allzu gutem Schlaf, denn früh morgens gings dann los in Richtung Waitomo Caves, wo wir unsere vierstündige Cave-Tour starteten. Also alle vor Müdigkeit eh schon fröstelnden Leute raus aus den Klamotten und rein in halbnasse Neoprenanzüge, Helm mit Lampe aufn Kopf und auf gings in Richtung der Höhlen. Die darauf folgenden vier Stunden Höhlenwanderung mit Schwimmen, Klettern, Wandern und Klaustrophobietests in Massen waren mit das Genialste was ich bisher in meinem Leben erlebt habe. Schwimmen in 8 Grad kaltem Wasser, Glowworms an der Decke, enge Felsspalten wo wir ohne Licht durchgekrabbelt sind und das Schönste war die Antwort unseres Guides auf eine Frage von mir. Ich versuchte grad durch einen Tunnel zu klettern durch den mir irgendwie keiner folgen wollte/konnte weil es zu eng war und ich rief ihm zu was man eigentlich mache wenn mal einer stecken bleibt. Und er sagte die einzige Möglichkeit da zu helfen ist beide Schlüsselbeine zu brechen um einen beweglicher zu machen, da alle Höhleneingänge zu schmal sind um schweres Gerät heranzuschaffen. Naja glücklicherweise bin ich auch aus dem Tunnel wieder rausgekommen. Nach der Tour gabs dann ne heiße Dusche und schon gings weiter in Richtung Pirongia National Park wo wir eigentlich am nächsten Tag wandern gehen wollten. Da war dann auch meine erste Schicht als Fahrer dran und mit Ausnahme leichter Felgenschäden und geringfügig verängstigter Amerikaner, die wohl noch nie in ihrem Leben 165 kmh schnell gefahren sind (um ehrlich zu sein ich hatte auch Angst dass das Auto auseinanderfällt) lief auch alles gut. Wir haben uns nur circa fünf Mal verfahren und am Ende war das gewünschte Hostel ausgebucht. Also sind wir wieder in eine andere Stadt (Hamilton) gefahren und haben nach großen Hostels gesucht. Es gab auch eins aber die hatten nur 3 Einzelzimmer frei. Dennoch haben wir sie angebettelt uns aufzunehmen, denn irgendwie würden wir uns 15 da schon reinkriegen. Am Ende hats dann auch geklappt und wir bekamen sogar zwei Einzel-, ein Doppelzimmer und durften in den TV-Rooms schlafen. Mein TV-Room, den wir uns zu viert geteilt haben war nur leider nicht wirklich gemütlich. Trotz Schlafsacks bin ich in der Nacht circa 1Meter nach vorne und einen nach rechts gewandert und am Ende mit dem Kopf an der Heizung aufgewacht und mein Kopfkissen (meine Jacke) war mir von meiner werten Schlafsacknachbarin geklaut worden. Trotz dieser recht harten Nacht war der Sonntag dann aber große Klasse, denn wir sind wieder zurück in den Pirongia Forest gefahren und den Mt. Pirongia raufgeklettert. Man kann ja sagen über die Amis was man will, aber die Gruppe hier ist verflucht fit. Bergauf sind wir schon halb gerannt, wenn auch nur bis auf die 500 Meter-Flanke des Berges und das in circa 2 Stunden. Bergab haben wir das Ganze dann trotz Klettern und einiger recht gefährlicher Stellen in 45 Minuten geschafft...
Gestern abend war ich dann natürlich recht fertig und wir haben auch nicht mehr viel gemacht, denn schließlich ging heute ja die Uni los...
Also schön in der Mensa zu Mittag gegessen und dann ab in die erste Vorlesung. Film Theory 1 über die Geschichte des Dokumentarfilms, seine Entwiclung und die wissenschaftlichen Betrachtungsweisen. Wirklich alles sehr interessant und auch nicht wirklich hart. Zwei Assignments stehen an eins über 1500Wörter und eins über 3500 und keine Klausur. Jede Woche muss man einen Film schaun und bis zu 50 Seiten lesen. Easy also. Sitzen auch nur 15 Leute in der Klasse davon zwei über 40 Jahre alte Frauen, die dauernd zu allem was sagen werden und uns somit die Beteiligung am Unterricht freundlicherweise abnehmen...
So das war erstmal ein kurzer Weekend-Überblick , Fotos dazu folgen vermutlich morgen, denn gleich gehts los zur Dollar Beer Night in irgendner Bar. Was das heißt muss ich ja wohl nicht erklären. BIER FÜR 1 DOLLAR oder 0,57 Cent, schön oder ;-)

PS: Sollten sich meine hiesigen Ausführungen zu häufig um alkoholische Getränke drehen bitte ich dies zu entschuldigen...